FC Aarau
Alles Gute, FC Aarau

Komornicki und die Glückwünsche an den früheren Klub: Nach zweijähriger Tätigkeit beim FC Aarau nimmt Ryszard Komornicki heute mit dem Traineramt bei Gornik Zabrze eine neue Herausforderung an. Vor dem Abflug nach Polen zeigt Koko nochmals Gefühle.

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Komornicki

Komornicki

Keystone

Ruedi Kuhn

Aarau unterliegt dem Meister

Nach einer Viertelstunde und zwei groben Abwehrschnitzern lag der FC Aarau im Test gegen den FC Zürich bereits mit 0:2 zurück. Nach Ablauf einer Stunde führte eine Kombination über Elmer und den Brasilianer Bruno zum Anschlusstreffer durch Sinanovic. Dies war eine der wenigen guten Aktionen von Bruno, der wiederum nicht überzeugte.

FC Zürich - FC Aarau 2:1 (2:0). - Schützenwiese, Rüti ZH. - 2020 Zuschauer. - SR Amhof. - Tore: 11. Hassli 1:0. 12. Nikci 2:0. 60. Sinanovic 2:1.
FC Zürich: Guatelli (46. Lattmann); Koch (80. Rodriguez), Tihinen, Rochat (46. Lampi), Gajic (68. Büchel); Nikci (68. Schönbächler), Aegerter, Okonkwo, Djuric; Abdi (80. Vasquez); Hassli (46. Mehmedi).
FC Aarau: Benito; Müller (46. Schaub), Aquaro, Stoll (46. Rapisarda), Elmer (63. L. Benito); Ionita (46. Lang), Burki, Bastida, Pejcic (46. Marazzi); Bengondo (46. Bruno), Alexejew (46. Sinanovic).

Der Abschied vom FC Aarau tut weh. Sehr weh. Da ist einerseits die Enttäuschung, dass die Vereinsverantwortlichen die Zusammenarbeit nach zwei Saisons beendet haben, da ist anderseits der Umstand, dass Komornicki und seine Frau Bozena die Schweiz liebgewonnen haben. Bozena würde ihren Lebensabend am liebsten in Aarau oder der näheren Umgebung verbringen. Nicht nur sie fragt sich, warum ihr Mann trotz erfolgreicher Arbeit in der höchsten Schweizer Spielklasse keinen Klub gefunden hat.

Ryszard Komornicki selbst bezeichnet die Trainerwahl des FC Basel mit der Person von Thorsten Fink «als Schlag ins Gesicht aller Schweizer Coaches». Koko legt momentan keinen grossen Wert auf Interviews. «Im Prinzip habe ich schon alles gesagt», sagt der Pole. Und fügt mit einem schelmischen Lächeln hinzu: «Das ist der Grund, warum ich nichts mehr sagen will.» Frust statt Lust liegt in der Luft. Einen Tag vor der Abreise in seine Heimat gestattet der frühere Aarauer Trainer dem Medienvertreter nach hartnäckigem Nachfragen doch noch ein Gespräch unter vier Augen.

Und macht dabei gute Miene zum bösen Spiel. «Ich werde den Stab über den FC Aarau nicht brechen», so Komornicki. «Wir haben uns friedlich getrennt. Es wäre schlechter Stil, wenn ich im Nachhinein schmutzige Wäsche waschen würde.» Komornicki weiss also, was sich gehört. Schliesslich zahlt ihm der FC Aarau bis Ende September noch den Lohn. Und in Gedanken ist er bereits bei seinem neuen Arbeitgeber, dem in die zweite polnische Liga abgestiegenen Gornik Zabrze.

Christian Boss als Scout zum FC Aarau

Der Verwaltungsrat des FC Aarau hat Christian Boss mit einem Mandat als Spielbeobachter betraut. Christian Boss wohnt und arbeitet in der Region Aarau und hat in den vergangenen Jahren bereits für den Ex-FC-Basel-Trainer Christian Gross Spiele beobachtet.

Mit Gornik Zabrze hat Komornicki zwischen 1984 und 88 vier Titel geholt und damit die Basis für seine 20 Länderspiele mit Polen gelegt. Nach dem Abstieg in die zweithöchste Spielklasse unter der Führung von Trainer Henry Kasperczak soll Komornicki den Traditionsverein wieder auf Kurs bringen. «Der Aufstieg ist Pflicht», sagt der Erfolgstrainer des FC Aarau. Er freut sich auf die neue Herausforderung, auch wenn er allzu gerne in der Schweiz geblieben wäre. «Eines ist klar», blickt Koko in die Zukunft, «früher oder später möchte ich in die Schweiz zurückkehren.»

Zu guter Letzt wünscht Komornicki dem FC Aarau alles Gute. Weil er am Freitag, 10. Juli, für drei, vier Tage in die Schweiz kommt, lässt er sich nach eigener Aussage den Saisonauftakt im Brügglifeld mit dem Spiel gegen GC nicht entgehen. «Aber nur dann», sagt Komornicki grinsend, «wenn man mich ins Stadion lässt.»

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