2004 scheiterte die United am FC Porto

Das Objekt der Begierde: Der Pokal der UEFA Champions League

Championsleague Pokal

Das Objekt der Begierde: Der Pokal der UEFA Champions League

Manchester United und Arsenal eröffnen heute (20.45 Uhr) die englischen Festspiele in den Hinspielen der Viertelfinals der Champions League.

Titelverteidiger "ManU" ist zuhause gegen den FC Porto klarer Favorit, Arsenal steht derweil der unangenehme Gang zum heimstarken Villarreal bevor.

Die Champions-League-Achtelfinals hat Manchester United als erster Titelverteidiger seit 2004 überstanden, nun wollen die Engländer als erstes Team in der Geschichte der Königsklasse die Trophäe zum zweiten Mal in Folge gewinnen. Drittletzte Hürde auf dem Weg zu den höchsten (Klub-)Meriten ist der FC Porto. Die Rollen von Goliath und David scheinen in diesem Duell verteilt.

Doch die Erinnerung lässt Manchester United vorsichtig sein. 2004 scheiterten die "Red Devils" bereits einmal an den Portugiesen. Damals stand der heutige Inter-Trainer José Mourinho bei Porto an der Seitenlinie, und Manchesters Verteidiger John O'Shea erinnert sich: "Es war nur schwer zu verkraften, wie Mourinho der Seitenlinie entlang tanzte. Das haben wir nicht vergessen."Bei Mourinho hat sich Manchester schon in den Achtelfinals revanchiert, nun soll die Reihe am FC Porto sein. Mourinho selbst liess aber aus dem fernen Mailand ausrichten, Porto könne Manchester United durchaus eliminieren. "2004 dachte jeder, das sei unmöglich. Aber wir haben es geschafft. Wieso soll es diesmal nicht auch klappen?"

Ein Argument für Manchester ist die Rückkehr auf den Erfolgsweg nach zwei Niederlagen in Serie. Am Sonntag gewann der Leader der Premier League in extremis gegen Aston Villa 3:2. Der Italiener Federico Macheda, der 17-jährige Siegestorschütze, wird wohl wieder aus dem Team genommen. Die in der Meisterschaft gesperrten Wayne Rooney, Paul Scholes und Nemanja Vidic kehren nämlich zurück. Immerhin geht diese tragfähige Achse das Champions-League-Spiel ausgeruht an. Alle anderen haben eine Erholungszeit von nur knapp 60 Stunden.

Villarreal ohne Cazorla

Auf Revanche brennt auch Villarreal gegen Arsenal. Vor drei Jahren schieden die Spanier im Halbfinal gegen die Engländer aus (0:1, 0:0). Nun bietet sich Villarreal, das in der Champions League noch nie ein Heimspiel verlor, schneller als erhofft die Gelegenheit, in der europäischen Elite-Liga weit nach vorne zu kommen. "Die Revanche ist weniger wichtig als die Tatsache, dass wir als Team heute viel weiter sind als 2006", gab sich Trainer Manuel Pellegrini optimistisch.

In begnadeter Form befindet sich seine Mannschaft allerdings nicht. Am Wochenende unterlag Villarreal in Valladolid 1:3. Neben der Niederlage mussten die Iberer auch noch den Ausfall des Internationalen Santi Cazorla verkraften, der wegen eines Fussbruchs mehrere Monate abwesend sein wird.

Ohne den Ideengeber im Mittelfeld lastet in der Endphase der Saison noch mehr Verantwortung auf den (schmalen) Schultern des schmächtigen Italieners Giuseppe Rossi. Der 22-Jährige hat heuer in der Primera Division schon 15 Tore erzielt, in der Champions League traf er bei sechs Einsätzen dreimal. Eine bessere Quote weist Teamkollege Joseba Llorente auf. Der Joker war bei sechs (Teil-)Einsätzen und in nur 343 Minuten viermal erfolgreich. Zuletzt schoss er das entscheidende Tor zur Viertelfinal-Qualifikation gegen Panathinaikos Athen.

Während Villarreal nach famosem Saisonstart seit Anfang Dezember stagniert, spielte sich Arsenal in den letzten Wochen in Topform. Seit 17 Partien sind die "Gunners" in der Meisterschaft ungeschlagen, die letzten fünf Spielen gewannen sie. Coach Arsène Wenger kann nach und nach wieder auf seine besten Kräfte zurückgreifen. Am Samstag gaben Cesc Fabregas (nach fünf Monaten) und Emmanuel Adebayor (nach acht Wochen) ein erfolgreiches Comeback. Der Spanier gab dem Togolesen beide Vorlagen zu den Toren zum 2:0-Heimsieg gegen Manchester City. "Die Mannschaft hat eine gewisse Leichtigkeit wiedergefunden. Wir spielen jetzt ohne Hemmungen, und jeder zeigt Spielfreude", so Wenger.

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