Gleichzeitig wurden die Daten zu 122 Personen gelöscht, wie das Bundesamt für Polizei (fedpol) am Freitag mitteilte. Das Amt veröffentlicht die Zahlen zweimal jährlich.

Die Hooligan-Datenbank gibt es seit August 2007. Darin werden Daten über Personen gespeichert, die sich an Sportveranstaltungen im In- und Ausland gewalttätig verhalten haben. Gespeichert werden dürfen Daten über Personen, gegen die Ausreisebeschränkungen oder Massnahmen wie Rayon- und Stadionverbote verhängt worden sind.

72 Prozent der eingetragenen Personen haben einen Bezug zum Fussball, 28 Prozent zum Eishockey. Die Hälfte ist zwischen 19 und 24 Jahre alt, zwölf Personen sind weiblich. Die meisten haben laut fedpol gegen das Sprengstoffgesetz verstossen (371 aktive Massnahmen).

Weitere Tatbestände sind Landfriedensbruch, Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte sowie Sachbeschädigungen und Tätlichkeiten. 863 Personen sind mit einem Stadion- oder Rayonverbot belegt: 560 mit einem Stadionverbot und 303 mit einem Rayonverbot.