Eishockey

Waltet Lars Leuenberger demnächst als Trainer des EHC Biel?

Wohin führt der Weg von Lars Leuenberger?

Wohin führt der Weg von Lars Leuenberger?

Lars Leuenberger wartet nach der Absage von Biels Sportchef Martin Steinegger weiter auf einen neuen Job. Aber es ist nicht ausgeschlossen, dass er in einer Woche doch in Biel an der Bande steht.

Eigentlich hätte heute der erste Arbeitstag von Lars Leuenberger (41) in Biel sein sollen. «Wir hatten in den letzten Tagen sehr gute Gespräche», sagt der SCB-Meistertrainer. Aber gestern hat er doch wieder eine Absage bekommen. Oder besser: Er ist vertröstet worden. Die Bieler haben entschieden, dass «Nottrainer» Mike McNamara (67) für die nächsten acht Partien bis zur Nationalmannschaftspause Trainer und Nachfolger von Kevin Schläpfer bleibt.

Biels Sportchef Martin Steinegger gibt zu, dass er heute Lars Leuenberger gerne als neuen Trainer vorgestellt hätte. «Wir hatten mehrere Kandidaten. Aber Lars Leuenberger war mein Favorit. Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass er für uns eine gute Lösung wäre.» Und deshalb hat er dem SCB-Meistertrainer nicht einfach abgesagt. Er hat ihn vertröstet und sagt: «Wir bleiben im Kontakt.» Das bestätigt Lars Leuenberger so. Die Absage – pardon, die «Vertröstung» – hat ihn offensichtlich nicht im Stolz verletzt. Er sagt: «Überhaupt nicht. Biel bleibt für mich eine Option.»

Aber warum verzichtet Biel vorerst auf Lars Leuenberger? Martin Steinegger erklärt es so: «Mike McNamara hat den Draht zu den Spielern sofort gefunden. Wahrscheinlich auch, weil er so etwas wie das Gegenteil von Kevin Schläpfer ist. Wir lassen deshalb vorerst alles so, wie es ist. Warum schon wieder einen Wechsel, wenn es funktioniert? Nun haben wir etwas mehr Zeit, und im Dezember sehen wir nach weiteren acht Spielen besser, wo wir stehen und was für uns die beste Lösung ist.» Es sei nicht vorgesehen, Mike McNamara bis zum Saisonende als Cheftrainer zu beschäftigen. Also wird eher früher als später wieder die Frage gestellt: Kommt Lars Leuenberger?

Sucht Ambri bald einen Trainer?

Biel ist nach Langnau und Fribourg der dritte Klub, der diese Saison den Cheftrainer des Amtes enthoben hat – und zum dritten Mal ist Lars Leuenberger (noch) nicht in die Kränze gekommen. Entmutigen lässt er sich nicht. «Ich habe inzwischen zehn Jahre in meine Trainerkarriere investiert. So leicht gebe ich nicht auf und ich hoffe, dass irgendwo eine Türe aufgehen wird.»

Lars Leuenberger (r.), damals noch als Spieler in den Farben von Ambri.

Lars Leuenberger (r.), damals noch als Spieler in den Farben von Ambri.

Und wer weiss, vielleicht geht die Türe ja eher auf, als er glaubt. Leuenberger bestätigt, dass er mit Ambri Gespräche geführt hat und dieser Klub für ihn eine Option sei. Er kennt die Leventina. Dort hat er im Frühjahr 2006 seine Karriere als Spieler (489 NLA-Partien/212 Punkte) beendet, um dann in Bern ins Trainerbusiness einzusteigen. Ambri hat offiziell gemeldet, man halte an Cheftrainer Hans Kossmann fest. Aber das kann sich im Falle einer Derby-Niederlage gegen Lugano schon heute Abend ändern – und dann kommt SCB-Meistertrainer Leuenberger ins Spiel.

Gestern hat Biel nach zwei Siegen erstmals mit Mike McNamara verloren (3:6 in Lausanne). Zwei weitere Niederlagen diese Woche in Ambri und gegen Bern – und dann ist möglicherweise der nächste Montag der erste Arbeitstag für Lars Leuenberger. In Biel.

Das mag nicht einmal Martin Steinegger ganz ausschliessen. «Nach allem, was wir in den letzten Wochen erlebt haben, ist es wohl besser, auf alle Fragen zum Trainer weder mit Ja noch mit Nein zu antworten …» Und so lässt sich die Situation in einem Satz zusammenfassen: Ambri und Biel: Zwei Klubs, eine Frage: Wann kommt der Lars?

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1