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Vorteil Schweiz! Was vor dem Spiel gegen den Europameister für unsere Nati spricht

So wars beim letzten Aufeinandertreffen mit Portugal: Gemeinsam mit Hakan Yakin feiern die Schweizer Fans den 2:0-Sieg an der EM 2008.Keystone

So wars beim letzten Aufeinandertreffen mit Portugal: Gemeinsam mit Hakan Yakin feiern die Schweizer Fans den 2:0-Sieg an der EM 2008.Keystone

Sieben Gründe, die trotz der Negativ-Schlagzeilen vor dem Kracher gegen Portugal für die Schweiz sprechen.

Seit der Besammlung für die Vorbereitung auf das Spiel gegen Portugal ziehen sich die Negativ-Schlagzeilen wie ein roter Faden durchs Camp der Schweizer Nationalmannschaft: Es beginnt mit der verletzungsbedingten Absage von Xherdan Shaqiri. Dann sorgt Granit Xhaka mit seinem offenen Brief an die Menschen im Kosovo und Albanien für Wirbel (wir berichteten). Es folgt die Feststellung, dass die Schweiz an akuter Torimpotenz leidet. Dann erfährt Captain Stephan Lichtsteiner, dass er bei Juventus Turin als Champions-League-Spieler nicht mehr erwünscht ist. Und gestern reist Rechtsverteidiger Michael Lang wegen eines Muskelfaserrisses vorzeitig ab.

Ein Dämpfer nach dem andern. Und am Dienstag trifft die Schweiz zum Auftakt in die WM-Qualifikation auf niemand Geringeren als den frischgebackenen Europameister. Höchste Zeit, das Blatt zu wenden und sich auf die Suche nach Gründen zu begeben, warum wir dem Kracher gegen Portugal trotz der Bad-News der letzten Tage optimistisch entgegenblicken können.

1. Die Erinnerung

Portugal liegt uns! Von insgesamt 20 Duellen gewann die Schweiz deren neun. Es gab fünf Unentschieden, sechs Mal gewannen die Portugiesen. Noch frisch sind die Erinnerungen an das letzte Aufeinandertreffen: Im letzten Gruppenspiel an der EM 2008 gewann die Schweiz in Basel 2:0. Es war ein versöhnlicher Abschluss der missglückten Heim-EM und das passende Abschiedsgeschenk für Köbi Kuhn.

2. Die Lust der Heimkehrer

Das Spiel findet im Basler St. Jakob-Park statt. Dort also, wo mit Yann Sommer, Fabian Schär, Granit Xhaka und Breel Embolo vier Nati-Säulen im Trikot des FC Basel zu Topspielern gereift sind. Dasselbe gilt für Eren Derdiyok, Fabian Frei, Luca Zuffi, Timm Klose und Renato Steffen. Sie alle brennen auf die Heimkehr in ihr Wohnzimmer, was der ganzen Mannschaft nur guttun kann.

3. Titel machen satt

Abgesehen von den 2008 bis 2012 praktisch unschlagbaren Spaniern sind alle Welt- und Europameister in der anschliessenden Qualifikationsphase nur schwer in die Gänge gekommen: Deutschland holte nach dem WM-Titel 2014 nur vier Punkte in den ersten drei Spielen. Italien startete nach der WM 2006 mit einem Unentschieden und einer Niederlage. Gleich erging es Griechenland nach dem EM-Titel 2004. Macht der Gewinn der EM auch die Portugiesen satt?

4. Die Absenz von Shaqiri

Seine Klasse und seine Verdienste für die Schweizer Nationalmannschaft sind unbestritten. Doch dass in den Spielen, in denen Shaqiri auf dem Platz stand, sehr viel Last auf den Schultern des Zauberzwergs lastete, half weder ihm noch der ganzen Mannschaft. Gut möglich, dass die Schweiz ohne ihn befreiter aufspielt und der eine oder andere Spieler gegen Portugal aus dem Schatten von Shaqiri tritt.

5. Der Heimvorteil im Hexenkessel

Der St. Jakob-Park wird am Dienstag zu 99,9 Prozent ausverkauft sein. Was heisst: Nach zwei Jahren findet ein Heimspiel der Schweizer Nationalmannschaft endlich wieder einmal vor vollen Rängen statt. Die lautstarke Kulisse im wunderschönen St. Jakob-Park wird die Portugiesen (hoffentlich) einschüchtern und die Schweizer beflügeln.

6. Kein Ronaldo, kein Sanches

Sie sind die schillernden Figuren der Portugiesen: Weltfussballer Ronaldo und Supertalent Renato Sanches, der im Sommer für über 30 Millionen Franken von Benfica Lissabon zu Bayern München gewechselt ist. Doch am Dienstag sitzt das Duo nur vor dem Fernseher, sowohl Ronaldo als auch Sanches sind nach Verletzungen noch nicht fit. Schade für das Publikum, dass es die zwei Ausnahmekönner nicht zu sehen bekommt. Für die Schweizer Spieler hingegen erleichtert es die Aufgabe.

7. Eingespielt vs. improvisiert

Nationaltrainer Vladimir Petkovic wird eine Mannschaft auf das Feld schicken, die sich kaum unterscheidet von jener im EM-Achtelfinal gegen Polen. Sein portugiesischer Kollege Fernando Santos hingegen muss nach vielen verletzungsbedingten Absagen improvisieren – Vorteil Schweiz.

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