Nationalmannschaft

Vor dem Weissrussland-Test: Den Rekord vor Augen, die Färöer im Hinterkopf

Der Schweizer Nationalcoach Vladimir Petkovic bespricht die Taktik mit seiner Mannschaft. (Archivbild)

Der Schweizer Nationalcoach Vladimir Petkovic bespricht die Taktik mit seiner Mannschaft. (Archivbild)

Die Schweiz könnte gegen Weissrussland zum sechsten Sieg hintereinander kommen und damit eine Bestmarke aufstellen. Einige Probleme aber bleiben.

Für einmal also wieder ein Testspiel. Seit den miserablen Auftritten der Schweiz im März 2016 in Irland und gegen Bosnien-Herzegowina verzichtet Vladimir Petkovic so oft wie möglich auf wenig aussagekräftige Vergleiche, in denen es um nichts geht.

Gegen Weissrussland nun lockt immerhin ein Allzeitrekord. Noch nie hat ein Schweizer Fussballnationalteam in der 112-jährigen Länderspielgeschichte sechs Partien hintereinander gewonnen. «Rekorde sind Nebensache», sagt der Nationaltrainer zwar. Es wäre trotzdem eine schöne Bestätigung des Aufwärtstrends dieser Mannschaft.

Im Fokus steht für Petkovic etwas anderes: «Wir wollen mit einem guten Resultat die positiven Gefühle pflegen.» Und dann beschwingt auf die Färöer- Inseln reisen, wo morgen in einer Woche das nächste Spiel der WM-Qualifikation stattfindet.

Für Nationaltrainer Vladimir Petkovic sind Rekorde nebensächlich.

Für Nationaltrainer Vladimir Petkovic sind Rekorde nebensächlich.

In dieser und der letzten Woche hat Petkovic jeweils für drei Tage ein junges Team versammelt. Er gewährte verschiedenen jungen Spielern wie Kobel, Garcia, Sow, Grgic oder Hadergjonaj erste Einblicke ins Schweizer A-Team. Ab Montag wird in Thun dann das definitive Kader die Vorbereitung aufnehmen.

Die Schweizer Problemzonen sind im Vergleich zum Jahresbeginn weitgehend unverändert. Sie liegen im Sturm und in der Innenverteidigung. Der härteste Konkurrent in der WM-Qualifikation, Portugal, hat fast doppelt so viele Treffer (19) erzielt wie die Schweiz (10), das könnte sich im Hinblick aufs Torverhältnis, das bei Punktgleichheit zählt, noch rächen.

«Natürlich müssen wir mehr Tore schiessen – aber solange wir gewinnen, ist es einigermassen o. k.», sagt Admir Mehmedi, einziger Schweizer, der in dieser WM-Qualifikation mehr als einmal getroffen hat.

In der Abwehr spielt das Stammduo der EM, Schär und Djourou, in seinen aktuellen Vereinen, keine Rolle mehr. Petkovic kündigte gestern schon einmal an, im Jahr der WM eine härtere Linie zu fahren – wer nächste Saison nicht regelmässig spielt, darf nicht mit WM-Einsätzen rechnen.

Zunächst aber steht nun einmal das Spiel gegen Weissrussland an. In Neuenburg, um den Kunstrasen zu testen, der die Schweizer auch auf den Färöern erwartet.

Das Spiel auf den Schafsinseln ist bei den meisten Schweizern schon jetzt im Hinterkopf, klar. Und doch: Als kleine Warnung, dass die Schweiz gegen die Weissrussen nicht unbedingt von einem Spaziergang ausgehen sollte, dient deren Resultat in ihrem ersten Spiel dieser WM-Qualifikation. 0:0 gegen Frankreich.

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