Radsport
Vor dem ersten grossen Härtetest der Saison

Am Start der Tour de Romandie stehen heute auch Mathias Frank und Roland Thalmann. Für Thalmann ist dies der erste Start an einer «grossen» Rundfahrt.

Thomas Winterberg
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Roland Thalmann (links) bestreitet mit der Tour de Romandie seine erste grosse Rundfahrt.

Roland Thalmann (links) bestreitet mit der Tour de Romandie seine erste grosse Rundfahrt.

Für Mathias Frank vom VC Pfaffnau-Roggliswil startet mit der Westschweizer Rundfahrt heute das erste seiner grossen Saisonziele. «Ich fühle mich gut und hoffe, dass ich eine gute Leistung abliefern kann», erzählt der Captain des IAM-Cycling-Teams. Ein bestimmtes Resultat hat er sich dabei nicht vorgenommen. Selbstverständlich möchte er sich aber in den vorderen Rängen platzieren, wie er selber sagt. Einfach wird dieses Unterfangen aber nicht. Mit Chris Froome und Nairo Quintana sind die ersten zwei der letztjährigen Tour de France am Start und weitere Fahrer wie Tejay van Garderen, Thibaut Pinot, Rui Costa, Simon Spilak, Geraint Thomas oder Vorjahressieger Ilnur Zakarin werden ebenfalls für ein Top-Niveau sorgen.

Einfluss wird wie fast jedes Jahr auch heuer das Wetter haben. «Das ist wieder typisch Tour de Romandie», sagt Mathias Frank und lacht, als er sich die Wettervorhersage für diese Woche anschaut. «Beim Prolog geht es ja noch. Ich hoffe, dass es dann wenigstens auf den Bergetappen einigermassen okay ist.» Höhenmeter (10 140) gibt es in diesem Jahr übrigens genug, selbst der heutige Prolog und das Einzelzeitfahren vom Freitag sind alles andere als flach. Zudem stehen am Mittwoch und Samstag zwei anspruchsvolle Bergankünfte in Morgins und Villars-sur-Ollon auf dem Programm.

Mathias Frank: «Ich fühle mich gut und hoffe, dass ich eine gute Leistung abliefern kann.»

Mathias Frank: «Ich fühle mich gut und hoffe, dass ich eine gute Leistung abliefern kann.»

KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Einer der sich in den Bergen grundsätzlich wohl fühlt, ist Roland Thalmann. Der 22-Jährige vom Team Roth bestreitet nicht nur seine erste grosse Rundfahrt in der Schweiz, sondern gleichzeitig auch sein erstes Rennen in der UCI-WorldTour, der höchsten Kategorie im Radsport. Obwohl er zu Beginn der Saison mit dem Gewinn des Bergpreisklassements beim französischen Etappenrennen Etoile de Bessèges eine starke Leistung ablieferte, bleibt der Entlebucher für die bevorstehende Tour de Romandie realistisch. «Ein bestimmtes Resultat anzuvisieren, wäre bei meiner Ausgangslage falsch. Für mich gilt dasselbe wie für meine Mannschaft. Ich werde mein Bestes geben und versuchen, mich im besten Licht zu präsentieren. Und wenn sich eine Möglichkeit auf eine Fluchtgruppe oder ein Spezialtrikot bietet, dann werde ich diese nutzen.»

Thalmann sieht den Start bei der Tour de Romandie auch als eine grosse Chance. «Radprofi zu sein, ist ein Prozess, bei dem man ständig lernen kann und die Motivation ist natürlich riesig, wenn ich die ersten Erfahrungen bei einem WorldTour-Etappenrennen in der Schweiz machen kann», freut sich der 22-Jährige.

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