Was verbindet den FC Basel und den FC Thun? Genau, Urs Fischer arbeitete vor seinem Amtsantritt in Basel im Berner Oberland. Und sonst? Stichwort Arsenal London: Die Thuner und der FCB sind neben den Zürcher Grasshoppers die einzigen Schweizer Mannschaften, die im Europacup Gegner der Londoner waren. GC 1971 im Pokal der Landesmeister, die Thuner während ihres Champions-League-Abenteuers in der Saison 2005/06, der FCB am vergangenen Mittwoch. Die Bilanz aus Schweizer Sicht: Null Siege, null Unentschieden, fünf Niederlagen.

Ob morgen vor dem Anpfiff der Partie FCB-Thun über Arsenal gefachsimpelt wird? Kaum. Schliesslich haben beide Teams genug mit sich selber zu tun: Der FCB muss die ernüchternde Reise nach London verarbeiten. Die Thuner suchen aktuell nach dem Rezept, mit dem sie schnellstmöglich vom letzten Tabellenplatz der Super League wegkommen. Ob dies ausgerechnet beim Ligadominator Basel gelingt?

Eher nicht, sagt der gesunde Menschenverstand. Doch naturgemäss warnt Urs Fischer vor seinem Ex-Team: „Sie ziehen ihr Ding durch, auch in der aktuellen Situation. Sie sind gut organisiert und werden uns das Leben sehr schwer machen, denke ich.“ Die Thuner seien auch etwas unter ihrem Wert klassiert, so der FCB-Coach. Er bezieht sich dabei auf das 3:0 von Rot-Blau im Hinspiel in Thun: „Damals verloren wir nach dem 3:0 das Spieldiktat an den Gegner. Das hat mir gar nicht gefallen, entsprechend laut wurde ich gegenüber den Spielern.“ Die Bilder vom 28. August haben die FCB-Profis nochmals zu sehen bekommen, sie sollen ihnen eine Lehre sein. Fischer: „Wir müssen frei sein im Kopf, Arsenal muss weg sein.“ Die Lehrstunde in London will er zu einem späteren Zeitpunkt nochmals genauer aufarbeiten – dann, wenn die Nationalspieler in knapp zwei Wochen aus ihren Ländern nach Basel zurückgekehrt sind.

Gegen Thun kann Fischer mit Ausnahme von Akanji (im Aufbau nach Kreuzbandriss) auf alle Spieler  zählen. Serey Die, der grippebedingt das Arsenal-Spiel verpasst hat und schmerzlich vermisst wurde, dürfte sein erstes Heimspiel nach der Rückkehr aus Stuttgart bestreiten. Den Platz im Sturm machen Marc Janko und der zuletzt starke Andraz Sporar unter sich aus  - Seydou Doumbia hingegen konnte gegen Arsenal keine Argumente für eine erneute Startelf-Nomination sammeln.