20.05.2018: Finalniederlage der Eishockey-Nati

Dieses Mal demontieren wir die Schweden. Keine Rachegelüste für die WM-Finalniederlage von 2013. Nein, dieses Mal packen wir die Schweden, weil wir mehr auf dem Kasten haben. Mit Finnland und Kanada haben wir die ganz grossen Brocken souverän aus dem Weg geräumt. Unsere Eishockey-Nati ist die attraktivste Mannschaft des Turniers. Und verliert den Final doch im Penaltyschiessen.

  

16.02.2018: Wendy Holdener verliert die Nerven

Die Frage vor dem Olympia-Slalom der Frauen? Wer wird Zweite hinter Mikaela Shiffrin. Die Regel besagt: Wenn die Amerikanerin das Ziel erreicht– und das tut sie meistens –, dann als Erste. Doch in diesem Rennen ist nichts so wie immer. Shiffrin ist bei Halbzeit nur auf Platz 4. Es führt unsere Wendy Holdener. Gold liegt bereit. Aber Holdener zeigt Nerven und muss der Schwedin Frida Hansdotter zum Sieg gratulieren.

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20.08.2016: Jolanda Neff verpasst Olympia-Medaille

Diese Olympia-Medaille war budgetiert. Schliesslich reist Jolanda Neff als zweimalige Weltcup-Gesamtsiegerin, Weltmeisterin und Weltnummer 1 nach Rio. Sicher: Neff ist mit 23 eine junge Athletin, mental nicht so stark wie körperlich. Ironischerweise gewinnt dieses für Neff (6.) so verkorkste Rennen ausgerechnet die jüngste Fahrerin im Feld: Jenny Rissveds. Raten Sie mal, woher die kommt? Genau, aus Schweden.

  

28.07.2012: Die verhängnisvolle Rechtskurve für Cancellara

Er ist in Top-Form, kontrolliert das Rennen an der Spitze der Fluchtgruppe. Nur noch 15 Kilometer bis zum Ziel. Fabian Cancellara ist im Olympischen Strassenrennen der Mann, den man erst mal schlagen muss. Dann kommt diese Rechtskurve. Eine Kurve, die der Karajan der Pedaleure normalerweise mit verbundenen Augen meistert. Doch Cancellara schaut im falschen Moment zurück und stürzt.

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11.02.2011: Ein Einfädler und aus ist der Traum

Sie ist zwar erst 19, reist aber bereits mit zwei WM-Medaillen im Gepäck an die Titelkämpfe nach Garmisch. Es ist Kombination. Lara Gut ist locker auf Medaillenkurs. Bei der letzten Zwischenzeit liegt sie 0,26 Sekunden vor der führenden Tina Maze. Doch dann fädelt sie ein, wird durch die Luft geschleudert und landet hart. Das Innenband im Knie ist gezerrt. Die WM wird für sie zur grossen Enttäuschung.

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26.06.2006: Im Penaltyschiessen den Clown gemacht

Ein 0:0 gegen Frankreich. Ein 2:0 gegen Togo. Ein berauschendes 2:0 gegen Südkorea. Die Schweizer Fussball-Nati spielt sich an der WM 2006 in einen Rausch, löst in der Heimat eine bislang unbekannte Euphorie aus. Ein Spiel ohne Grenzen? Ja, denn im Achtelfinal wartete mit der Ukraine der schwächstmögliche Gegner. Doch die Schweizer machen im Penaltyschiessen den Clown – und die Welt lacht.

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25.07.1993: Im Mannschaftszeitfahren die Tour verloren

Schade. In den Bergen war Tony Rominger (links) stärker als Miguel Indurain (Mitte), der die beiden Jahre zuvor die Tour de France gewonnen hatte. Aber Rominger verlor die Tour 1993 eigentlich schon, bevor es in die Berge ging. Im Mannschaftszeitfahren handelte sich sein Team zu einem schlechten Ergebnis noch eine Zeitstrafe ein, weil sich ein Fahrer unerlaubt vom Mannschaftswagen ziehen liess.

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20.03.1993: Spiel um Bronze verloren

Es gab Zeiten, da spielten wir auf der grossen Bühne. Beispielsweise an der WM 1993, wo unsere Handball-Nati, angeführt von WM-Topskorer Marc Baumgartner, den Einzug ins Spiel um Platz 3 schaffte. Im Spiel um Bronze traf die Schweiz auf Gastgeber Schweden. Zur Pause führte die Equipe von Trainer Arno Ehret mit 16:13. Die erste WMMedaille in Sichtweite, brach das Team aber ein. Am Schluss stand es 19:26.

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06.12.1992: Im Doppel folgte der Einbruch

Davis-Cup-Final. Auf Roger Federer kann die Schweiz nicht zählen, der ist erst 11. Die Schweiz tritt mit Jakob Hlasek (links) und Marc Rosset an. Tapfere Spieler, die allein mit dem Finaleinzug alle Erwartungen übertroffen haben. Trotzdem schnuppern die Schweizer an der Sensation. Nach den beiden Einzel steht es 1:1. Im Doppel liegt die Schweiz mit 2:0 Sätzen vorne. Doch dann kommt der Einbruch.

06.10.1974: Auf der Zielgerade den Titel verpasst

Vor dem letzten Formel-1-Rennen lagen Clay Regazzoni ( Bild) und der Brasilianer Emerson Fittipaldi punktgleich an der Spitze der WM-Wertung. Niki Lauda versuchte zwar, seinem Schweizer Teamkollegen zu helfen, indem er Fittipaldi nicht vorbeiliess. Aber Regazzoni konnte daraus keinen Profit schlagen, weil er seine Handlingprobleme nicht in den Griff kriegte. Fittipaldi reichte ein vierter Platz für den WM-Titel.