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Mit Tom Brady, einer aufstrebenden Generation und dem wilden Westen: Diese Teams kämpfen um den Super Bowl

Am Samstag beginnt die Wild-Card-Runde und somit die Playoffs in der NFL. Neben Dauergästen sind auch einige frische Gesichter dabei, die sich beweisen wollen. Gross auf der Rechnung muss man aber die Altmeister haben. Eine Übersicht.

Pascal Kuba
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Kann Tom Brady mit 44 Jahren seinen achten Super Bowl und seinen zweiten mit Tampa Bay holen?

Kann Tom Brady mit 44 Jahren seinen achten Super Bowl und seinen zweiten mit Tampa Bay holen?

Ben Liebenberg / AP

Die alte Garde will es nochmals wissen

Tom Brady (44), Aaron Rodgers (38), Ben Roethlisberger (39). Drei Quarterbacks, deren Vermächtnis sie sicherlich in die Hall of Fame bringen wird, die immer noch hungrig auf die Vince-Lombardi-Trophy sind. Rodgers hat mit seinen Green Bay Packers den ersten Platz in der National Football Conference (NFC) geholt und hat somit dank eines Freiloses in der Wild-Card-Runde spiel frei.

Aaron Rodgers will mit seinen Packers nach 2010 seinen zweiten Super Bowl.

Aaron Rodgers will mit seinen Packers nach 2010 seinen zweiten Super Bowl.

Matt Ludtke / AP

Der Gegner der Packers geht aus dem Spiel zwischen den Philadelphia Eagles und Tom Bradys Tampa Bay Buccaneers hervor. Beide Teams, Packers und Buccs, sind die grossen Favoriten um den Super Bowl. Für Roethlisberger hingegen, wird jedes Spiel zum grossen Kampf gegen das Karriereende, da er wahrscheinlich nach der Saison seine Laufbahn beenden wird.

Der wilde (und unberechenbare) Westen

Die «NFC West» war während der Regular Season eine der stärksten Divisionen und stellt drei Playoff-Teams. Die Sieger, die Los Angeles Rams, haben vor und während der Saison mächtig aufgerüstet und sind nur schon wegen ihres Kaders ein heisser Anwärter auf den Super Bowl, der dieses Jahr in ihrem Heimstadion ausgetragen wird.

Matthew Stafford (Rams, links) und Kyler Murray (Cardinnals, rechts) kämpfen gegeneinander in der Wild-Card-Runde ums weiterkommen.

Matthew Stafford (Rams, links) und Kyler Murray (Cardinnals, rechts) kämpfen gegeneinander in der Wild-Card-Runde ums weiterkommen.

CH Media / AP

In der Wild-Card-Runde treffen die Rams auf die Arizona Cardinals. Diese haben im Laufe der Saison nach einem tollen Start abgebaut. Doch wie die Rams besitzten auch die Cardinals einen bestechenden Kader mit viel individueller Klasse, die den Unterschied ausmachen kann. Das Publikum darf eine spannende Partie erwarten, in der beide Teams auf Augenhöhe spielen. Das dritte Team der Division, die San Francisco 49ers, haben eine Aufholjagd um die Playoff-Plätze hinter sich und gehe somit mit viel Momentum ins nächste Spiel. Der Gewinn der Super Bowls wäre für sie aber eine Überraschung.

Die Jungen: Alte Bekannte und Neulinge

Die Zukunft des Sports gehört Quarterbacks wie dem 26-jährigen Patrick Mahomes (Kansas City Chiefs) und dem 25-jährigen Josh Allen (Buffalo Bills). Die Spielmacher der besten Teams der AFC vergangen Saison blieben dieses Jahr etwas unter den Erwartungen. Wenn beide Teams mit ihren Quarterbacks jedoch in Fahrt kommen, zählen sie zu den Topfavoriten. Vor allem die Chiefs sind heiss auf ihren dritten Super Bowl in Folge.

Zeigt Joe Burrow auch im Spiel gegen die Raiders seine Muskeln?

Zeigt Joe Burrow auch im Spiel gegen die Raiders seine Muskeln?

Jeff Dean / AP

Daneben sind es aufstrebende Talent, die ihr Debüt in den Playoffs feiern und für eine Überraschung sorgen könnten. Speziell Joe Burrow (25) von den Cincinnati Bengals bildete mit seinen Teamkollegen Ja'Marr Chase und Joe Mixon in den vergangenen Wochen ein unverschämt starkes Trio. Für den ganz grossen Triumph wird es aber wohl nicht reichen. Gleiches gilt für Rookie Mac Jones (23) und die New England Patriots. Seit dem Brady-Abgang vor zwei Jahren hat die Franchise aus der Region Boston ihren Status als ständiger Titelanwärter verloren.

Die Anwärter aus dem Süden

Die Dallas Cowboys überzeugten diese Saison in der Offensive und der Defensive. Coach Mike McCarthy schaffte es, «America's Team» zu einem Super-Bowl-Anwärter zu formen. Die Division konnten sie souverän gewinnen, nun warten in der Wild-Card-Runde die San Francisco 49ers. Ein weiterer Leckerbissen zum Start der Playoffs.

Mike McCarthy muss sich gegen die 49ers einmal mehr brillante Spielzüge auf sein «Call Sheet» bekommen.

Mike McCarthy muss sich gegen die 49ers einmal mehr brillante Spielzüge auf sein «Call Sheet» bekommen.

Ron Jenkins / AP

Obwohl sie seit Jahren zu den Playoff-Teilnehmern gehören, konnten sich die Tennessee Titans in der AFC überraschend wie die Packers den ersten Platz in ihrer Conference holen. Mit Runningback Derrick Henry fehlt den Titans jedoch ihre wertvollste Waffe im Offensivspiel. Wenn sie diesen Ausfall so gut wie in den letzten Wochen kompensieren können, ist mit ihnen zu rechnen.

Die Aussenseiter

Die Las Vegas Raiders konnten die Playoffs dank eines dramatischen Siegs in der Overtime gegen die Los Angeles Chargers klarmachen. Doch wenn es um den Super Bowl geht, kann die Mannschaft aus der Casino-Stadt in Nevada wohl kein Wort mitreden. Genauso geht es den Philadelphia Eagles, dem wohl schwächsten Playoff-Team der NFC. Beide Teams sind aber im Stande, ihren Gegnern ein Bein zu stellen.

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