Cup-Viertelfinal

Trainer Uli Forte nach dem Cup-Aus gegen Basel: «Das war nicht der bestmögliche FCZ»

Gilles Yapi (l.) und Adrian Winter enttäuscht nach dem Schlusspfiff.

Gilles Yapi (l.) und Adrian Winter enttäuscht nach dem Schlusspfiff.

Der Traum vom Cupsieg ist vorbei: Der FC Zürich verliert im Viertelfinal 1:3 gegen den FC Basel. Nach einer guten Startphase und der 1:0-Führung baute der FCZ ab. Trainer Uli Forte und Innenverteidiger Alain Nef erklären die Niederlage des FC Zürich.

Zwanzig Minuten vor dem Ende geht Uli Forte auf tutti. Zumindest scheint es so. Denn mit Moussa Koné und Marco Schönbächler stehen zwei vielversprechende Offensivspieler bereit. Sie sollen das Spiel, in dem der FCZ mittlerweile in Überzahl spielt, aber mit 1:2 im Rückstand liegt, noch drehen.

Doch dann die Überraschung: Forte nimmt keinen seiner Verteidiger heraus, obwohl eine Viererkette gegen die einzige Basler Spitze Marc Janko ein Luxus ist. Torschütze Oliver Buff und Roberto Rodriguez müssen das Feld räumen.

Warum hat der FCZ-Trainer, der 2013 in diesem Stadion GC gegen den FCB zum Cupsieg und einem seiner grössten Erfolge geführt hatte, nicht den Mut, den dezimierten Gegner unter Druck setzen?

Guter Start und frühe Führung

Wenig später bekommt er die Quittung: Renato Steffen sorgt mit dem 3:1 für die Vorentscheidung. «Zu diesem Zeitpunkt hätte er ja nach seiner Tätlichkeit längst nicht mehr auf dem Feld stehen dürfen», sagte Alain Nef. «Aber Steffen ist bekannt dafür, immer wieder Theater zu machen. Wie wertvoll er jedoch für sein Team ist, hat er dann mit seinem Tor zum 3:1 gezeigt.»

Das ist der Cup-Viertelfinal in Bildern:

Der Innenverteidiger bedauerte, dass sich der FCZ nach dem guten Start zu sehr zurückgezogen und bei den Gegentoren grobe individuelle Fehler begangen habe. «Und mit einem Mann mehr hatten wir sogar mehr Mühe als in Gleichzahl», wunderte sich der Routinier, der vor fast elf Jahren in diesem Stadion mit dem FCZ Meister geworden war.

«3:1 hat uns das Genick gebrochen»

Mit dem 1:3 beim FCB ist der Traum von der Titelverteidigung nun ausgeträumt. 1974 war den Zürchern dieses Kunststück gelungen, als sie, wie ein Jahr zuvor, den FCB besiegt hatten. Doch gestern waren sie weit davon entfernt, für die grosse Überraschung zu sorgen, trotz früher Führung und einer guten Startphase.

Aber gewiss kann dies für einen Verein aus der Challenge League keine Schande sein, hat doch auch jeder der Super-League-Klubs in dieser Saison schon mindestens einmal gegen die Basler verloren. «Es wäre mehr drin gelegen», sagte Forte. «Wir haben gut angefangen und auch die rote Karte gegen Xhaka hat uns in die Karte gespielt. Aber dieses 3:1 hat uns das Genick gebrochen.» Es sei nicht die bestmögliche Leistung seiner Mannschaft gewesen, räumte Forte ein. «Bei den Gegentoren sahen wir schlecht aus.»

Das 1:3 war im 32. Pflichtspiel erst die vierte Niederlage für den FCZ. Nur Villarreal, Osmanlispor, Servette und jetzt der FC Basel haben den FCZ bezwungen. Nun kann sich dieser ganz auf das Ende seiner Tour durch die Challenge League konzentrieren. Noch 14 Mal muss er seiner Favoritenrolle gerecht werden, dann ist die Rückkehr in die Super League perfekt. Am Sonntag soll gegen Chiasso der nächste Schritt dahin erfolgen

Meistgesehen

Artboard 1