Zwei Tage vor dem Heimspiel gegen den FC Lugano sorgen die Grasshoppers für die nächste Story. An der routinemässigen Medienrunde im Campus sprach der neue Trainer Tomislav Stipic beim Traktandum „personelle Situation“ davon, dass Runar Sigurjonsson und Meriton Kastrati  verletzt von Länderspielen mit Island und Kosovo U21 zurückgekehrt seien und für längere Zeit ausfallen würden.

Mit keinem Wort erwähnte der Deutsch-Kroate aber jene fünf anderen Profis, die auch fehlen – weil er sie schon Tage zuvor ausgemustert hatte. Nur gut, fragte ein Journalist den Trainer, was denn mit Holzhauser sei. Er habe ihn nicht im Training gesehen.

Ein kräftiger Schlusspunkt 

Stipic druckste ein wenig herum und sagte dann: «Raphael Holzhauser ist nicht mehr bei uns. Er hat die Erwartungen nicht erfüllt und trainiert mit dem Nachwuchs oder individuell.»

Damit aber nicht genug. Stipic nannte danach auch noch die Namen Shani Tarashaj, Julien Ngoy, Nikola Gjorgjev und Mersim Asllani, die bei GC nichts mehr verloren haben. Passiert sei nichts und er wolle mit diesen Ausmusterungen auch kein Zeichen setzen, sagte Stipic, die Spieler hätten einfach die geforderte Leistung nicht erbracht.

Damit haben die Grasshoppers hinter eine Woche, in der Stephan Anliker als Präsident abtrat und sein Nachfolger mit Stephan Rietliker bereits vorgestellt wurde, nun einen kräftigen Schlusspunkt gesetzt. Oder folgt dieser in irgendeiner Form am Sonntag im Letzigrund? Bei GC ist alles möglich