US Open

Zverev nach Steigerungslauf im Halbfinal

Alexander Zverev gilt schon lange künftige Nummer 1 der Welt. Erst in diesem Jahr gelang ihm bei den Grand-Slam-Turnieren der Durchbruch.

Alexander Zverev gilt schon lange künftige Nummer 1 der Welt. Erst in diesem Jahr gelang ihm bei den Grand-Slam-Turnieren der Durchbruch.

Alexander Zverev kann im Viertelfinal des US Open gegen Borna Coric nicht wirklich überzeugen. Dennoch erreicht der Deutsche als erster Spieler die Halbfinals.

Alexander Zverev kann noch immer der Mann sein, der am meisten von Novak Djokovics Disqualifikation profitiert. Der 23-jährige Deutsche, dem seit Jahren eine grosse Zukunft prophezeit wird, erreichte in New York zum zweiten Mal nach dem Australian Open einen Grand-Slam-Halbfinal. Der Weltranglisten-Siebte und Masters-Champion von 2018 profitierte bei seinem 1:6, 7:6, 7:6, 6:3-Sieg nicht zuletzt von schwindenden Kräften beim als Nummer 27 gesetzten Kroaten Borna Cilic,

Zverev hatte miserabel begonnen, konnte sich dann zwar steigern, doch das Niveau der Partie war nicht allzu hoch. In seinem ersten Major-Viertelfinal überhaupt beging auch Coric (zu) viele Fehler. Vor allem baute er, der in der 3. Runde gegen Stefanos Tsitsipas über viereinhalb Stunden kämpfen und sechs Matchbälle abwehren musste, nach dem klar verlorenen Tiebreak des dritten Satzes bei hoher Luftfeuchtigkeit auch körperlich ab. Nun winkt Zverev gegen Denis Shapovalov (ATP 17) oder Pablo Carreño Busta (ATP 27), dem direkten Profiteur von Djokovics Disqualifikation, die grosse Chance auf den ersten Finaleinzug.

Die andere Tableauhälfte scheint aber stärker besetzt zu sein. Der Vorjahresfinalist Daniil Medwedew stellte seine herausragende Form in der Nacht auf Dienstag auch gegen den Amerikaner Frances Tiafoe unter Beweis und gab auf dem Weg in die Viertelfinals keinen Satz ab. Der Russe hat zusammen mit Thiem zuletzt den stärksten Eindruck in New York hinterlassen.

Bradys eindrücklicher Lauf

Im Feld der Frauen scheint Jennifer Bradys Lauf nicht zu stoppen. Die 25-jährige Amerikanerin, (noch) die Nummer 41 der Welt, liess der Kasachin Julia Putinzewa (WTA 35) mit 6:3, 6:2 keine Chance. Die aufschlagstarke, ehemalige College-Spielerin hatte beim Vorbereitungsturnier in Lexington im Final gegen Jil Teichmann ihren ersten WTA-Titel geholt und ist in New York als Einzige noch ohne Satzverlust. Für ihre fünf Siege bis in die Halbfinals - unter anderem gegen die frühere Weltnummer 1 und US-Open-Siegerin Angelique Kerber - brauchte sie nur gerade gut sechs Stunden. Ihre nächste Gegnerin spielten Naomi Osaka, Champion von 2018, und Bradys Landsfrau Shelby Rogers in der Nacht auf Mittwoch aus.

Die Australian-Open-Siegerin Sofia Kenin scheiterte hingegen in der Nacht auf Dienstag mit 3:6, 3:6 überraschend klar im Achtelfinal an der Belgierin Elise Mertens.

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