An der Spitze der Tennis-Weltrangliste zeichnet sich in den kommenden Wochen ein munteres Wechselspiel zwischen Roger Federer und Rafael Nadal ab. Vor sechs Wochen hatte Roger Federer nach fünfeinhalb Jahren erstmals wieder die Spitze übernommen.

Nun verdrängte ihn Nadal wieder, obwohl er seit Mitte Januar kein Spiel mehr bestritten hat. Der Grund: Federer fielen nach der verpassten Titelverteidigung in Key Biscayne 990 Punkte aus der Wertung.

ATP-Weltrangliste per 2. April 2018

ATP-Weltrangliste per 2. April 2018

Zeitgleich kündigte Federer seinen neuerlichen Verzicht auf die Sandsaison an. Er kehrt wohl erst im Juni beim Rasenturnier in Stuttgart (ab dem 11. Juni) in den Tennis-Zirkus zurück. Und gleichwohl könnte er Nadal schon Mitte April wieder von der Spitze verdrängen. Denn der Mallorquiner ist sowohl in Barcelona (ATP 500) als auch in Monte Carlo und Madrid (Masters 1000) jeweils Titelverteidiger. Verliert er auch nur ein Spiel, fällt er wieder hinter Federer.

Nadal kann kaum Punkte dazu gewinnen

Nadal muss bis im Juni 4680 seiner 8770 Punkte verteidigen. Punkte dazu gewinnen kann er nur in Rom, wo er im Vorjahr in den Viertelfinals verlor. Selbst dann, wenn der Sandkönig alle Titel gewinnen würde, stehen Federers Chancen gut, nach den French Open wieder die Spitze zu erklimmen und die 308. Woche an der Spitze in Angriff zu nehmen.

Denn: Auch dort hat Nadal im Vorjahr triumphiert, es war sein zehnter Erfolg am Bois de Boulogne. 

Wawrinka trainiert bereits in Monte Carlo

Den grössten Sprung in der Weltrangliste machte der Amerikaner John Isner, (32) der in Key Biscayne erstmals ein Turnier der Masters-Kategorie gewann: Er verbesserte sich um acht Plätze auf Rang 9. Alexander Zverev überholte Grigor Dimitrov.

In die andere Richtung zeigt die Tendenz bei Stan Wawrinka, der nicht mehr zu den Top 20 zählt. Der Romand bereitete sich über die Ostertage aber bereits auf sein Comeback in Monte Carlo (ab dem 15. April) vor.