Im letzten Aufschlagspiel von Bautista Agut bot sich Wawrinka noch einmal die Chance, in die Partie zurückzukehren. Der Romand erspielte sich drei Breakchancen zum 5:5, seine ersten während der gesamten Partie. Doch der Spanier befreite sich aus der kniffligen Situation, nachdem er zuvor insgesamt sieben Breakbälle zur 4:1- bzw. 5:2-Führung vergeben hatte.

Das dritte Spiel Wawrinkas innerhalb von drei Tagen erwies sich als das eine zu viel. Der 33-Jährige wirkte nicht mehr ganz so leichtfüssig wie in den Runden zuvor, zudem traf er auf einen Gegner, der kaum Fehler beging. Ein Break jeweils zu Beginn des Satzes erwies sich letztlich als zu grosses Handicap für Wawrinka, der bei seiner ersten Teilnahme in Doha 2009 den Final erreicht hatte.

Trotz der Niederlage reist Wawrinka (ATP 66) guten Mutes nach Melbourne. Der dreifache Grand-Slam-Gewinner deutete nach seiner dreimonatigen Wettkampfpause mit den Siegen gegen Karen Chatschanow und Nicolas Jarry an, dass mit ihm in naher Zukunft wieder zu rechnen ist. Zudem sammelte er vor dem ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres genügend Spielpraxis, womit der ungesetzte Australian-Open-Sieger von 2014 in Melbourne zu einem sehr unangenehmen Gegner der topgesetzten Spieler in den Startrunden werden könnte.