Die Schweizer Nummer 2 hatte mit dem Qualifier gerade am Anfang viel Mühe. Wawrinka beging viele leichte Fehler, war offenkundig mit der Bespannungshärte bei seinen Rackets nicht zufrieden und wechselte sein Arbeitsgerät mehrmals. Ab dem zweiten Durchgang bekam er dann Oberwasser, reduzierte seine Fehlerquote und war mit der Härte in seinen Grundschlägen überlegen. Nach dem Servicedurchbruch zum 3:1 im Entscheidungssatz erlahmte dann der Widerstand des einst wegen Dopings gesperrten Amerikaners, der in der Garderobe nicht gerade zu den beliebtesten Spielern zählt.

Wawrinka hat damit seinen bereits 10. Sieg der jungen Saison eingefahren und wurde damit seiner Reputation als Dreisatz-Spezialist wieder einmal gerecht. Die anderen neun Erfolge hatte er - für seine Verhältnisse eher ungewöhnlich - alle ohne Satzverlust eingefahren.

In der nächsten Runde wird sich Wawrinka indes steigern müssen. Sein Widersacher im Sechzehntelfinal heisst etwas überraschend entweder Lleyton Hewitt, der den Vorjahresfinalisten John Isner in drei Sätzen ausschaltete.

Vögele konnte die als Nummer 10 gesetzte Russin nicht in gewünschtem Mass fordern. Sie beging zu viele leichte Fehler und konnte erst in der Schlussphase aggressiver spielen. Für die Weltnummer 71 war der Trip in die Wüste mit der überstandenen Qualifikation dennoch positiv, sie dürfte sich ihrer bislang besten Klassierung (WTA 63) noch mehr nähern. Für Vögele stehen als nächstes die Turniere in Key Biscayne und Charleston im Programm, ehe sie für den Fed Cup in Chiasso gegen Australien in die Schweiz zurückkehrt.

In der Nacht auf Sonntag steht auch Roger Federer (gegen den Usbeken Denis Istomin) im Einsatz.