Australian Open

Wawrinka: «Meine Tochter hätte es lieber gehabt, wenn ich verloren hätte»

Stanislas Wawrinka steht zum ersten Mal im Final eines Grand-Slam-Turniers.

Stanislas Wawrinka steht zum ersten Mal im Final eines Grand-Slam-Turniers.

Stanislas Wawrinka steht nach seinem Viersatz-Sieg über Tomas Berdych im Final des Australian Open. Auch wenn seine Tochter Alexia es lieber gehabt hätte, wenn «ich verloren hätte», so Wawrinka beim Platz-Interview.

«Sie ist noch zu klein, um zu verstehen, was das bedeutet», sagt Stanislas Wawrinka nach seinem Halbfinal-Sieg in Melbourne gegen den Tschechen Tomas Berdych.

Jim Courier hatte den zweiten Schweizer, der nach Roger Federer einen Final eines Grand Slam Turniers erreicht, auf dem Platz nach seiner Tochter Alexia gefragt.

Die Kleine wird am 12. Februar 4-jährig. «Sie hätte es natürlich lieber gehabt, wenn ich verloren hätte, weil ich dann früher nach Hause gekommen wäre», sagte Wawrinka.

Jetzt müsse er halt noch ein bisschen bleiben und sie noch ein bisschen warten.

Der Dank an die Coaches

«Ich habe mir immer gewünscht, einmal einen Grand Slam Final zu erreichen, jetzt ist es Tatsache geworden», hielt Wawrinka nach dem bis dato grössten Erfolg seiner Karriere fest.

Sein Dank galt vorab seinem Coach Magnus Normann und dem Schweizer Davis-Cup-Captain, Severin Lüthi.

Die beiden hätten ihn immer wieder gepusht, «jeden Punkt zu spielen und dafür zu kämpfen.» Das hat ihn letztlich vom ehrenhaften Verlierer zum Winner-Typ auf höchster Ebene gemacht.

Noch vor dem hart umkämpften Match gegen Berdych hatte Wawrinka eine SMS von Roger Federer erhalten.

Der 17-fache Grand-Slam-Turniersieger wünschte darin seinem Kollegen viel Glück für den Halbfinal.

«Ich habe zurückgeschrieben - für Dich ist das normal, für mich ist es das erste Mal», so Wawrinka.

Und jetzt steht fest, dass der Romand am Sonntag erstmals einen Major-Turnier-Final bestreitet.

Ob er da auf Federer trifft und es zu einem rein helvetischen Endspiel kommt, wird sich am Freitagmorgen (ab 9.30 Uhr) weisen, wenn der Baselbieter seinen Halbfinal gegen Rafael Nadal bestreitet.

Wer ihm letztlich Vis-à -vis steht, ist Wawrinka in diesem Sinn egal, als dass «beide eine grosse Erfahrung mit Endspielen dieser Art haben» und es für ihn «Neuland sein werde». «Ich werde den Halbfinal von Roger gemütlich vor dem Fernseher mit einer Tüte Popcorn verfolgen», so Wawrinka schmunzelnd.

Die Hoffnung beim Matchball

Zur Partie gegen den gleichaltrigen Tschechen Tomas Berdych meinte der Schweizer des Jahres: «Die Verhältnisse waren sehr schnell – darum war es sehr wichtig, auch sehr schnell die Initiative zu übernehmen.»

Das ist ihm so auch mehr oder weniger konstant gelungen. Beim Matchball, es war der zweite von drei im dritten Tie-Break, sei er «sehr, sehr nervös gewesen», gab Wawrinka zu.

«Ich habe einfach gehofft, dass der Return zu lang kommt und das war ja dann auch der Fall.» Zum Glück für ihn.

Dieser Aufschlag brachte Wawrinka ins Finale:

Der Matchball von Wawrinka im Halbfinal der Australian Open


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