ATP Genf

Wawrinka im Viertelfinal gescheitert

Vergeblich gestreckt: Stan Wawrinka scheidet am ersten Geneva Open aus

Vergeblich gestreckt: Stan Wawrinka scheidet am ersten Geneva Open aus

Stan Wawrinka scheidet am Geneva Open im Viertelfinal aus. Der Waadtländer scheitert 7:6 (7:5), 4:6, 4:6 am Argentinier Federico Delbonis.

Als Stan Wawrinka um 19 Uhr am Geneva Open endlich den Court Central betreten konnte, zeigte sich sogar kurz die Sonne. Aber sie lachte nicht für das Schweizer Turnieraushängeschild. Und trotz des kurzen Sonnenscheins: Die Spielbedingungen waren alles andere als freundlich. Die Temperatur sank unter zehn Grad. Die erstmals zahlreichen Zuschauer und VIPs wickelten sich in alles ein, was Wärme verhiess: Handtücher, Tischtücher, Fahnen. Selbst Wawrinka hüllte sich beim Seitenwechsel in seine Trainingsjacke. Die garstigen, langsamen Spielbedingungen sagten ihm nicht zu. Die Zuschauer spürten, dass Wawrinka diese Partie unbedingt dennoch gewinnen wollte. Sie halfen, so gut es ging. Nach anderthalb Stunden lief bei Stan Wawrinka aber plötzlich nicht mehr viel.

Kurz zuvor stand Wawrinka dem Sieg noch nahe. Er gewann den ersten Satz mit 7:5 im Tiebreak nach fünf Punktgewinnen hintereinander vom 1:3 zum 6:3. Und er brachte bis zum 4:4 im zweiten Satz alle Aufschlagspiele durch. Ein Ende kam in Sicht. Stattdessen riss bei Wawrinka der Faden: Er brachte bloss noch zwei seiner nächsten sechs Aufschlagspiele durch. Zweimal schaffte Wawrinka noch Re-Breaks, nach zwei Stunden und sechs Minuten verwertete Delbonis aber seinen ersten Matchball.

Der erst 24-jährige Argentinier (ATP 74) feierte in seiner Karriere erst zwei Siege gegen Top-Ten-Spieler: Vor zwei Jahren hatte er in Hamburg auf Sand Roger Federer besiegt.

Neben Federico Delbonis erreichten drei weitere Aussenseiter in Genf die Halbfinals. Der nächste Widersacher von Delbonis ist im Halbfinal ist der 26-jährige Portugiese João Sousa, die Nummer 50 der Welt. Den ersten Halbfinal im Parc des Eaux-Vives bestreiten zuvor die beiden Südamerikaner Thomaz Bellucci (Br) und Santiago Giraldo (Kol).

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