Wawrinka vollendete nach 4:03 Stunden eine grosse Aufholjagd und siegte 4:6, 6:7 (3:7), 7:6 (7:5), 6:2, 6:3. Er zeigte einmal mehr, dass eine Partie für ihn wirklich erst mit dem letzten Punkt vorbei ist, hatte er doch lange wie der sichere Verlierer ausgesehen. Tsonga führte im dritten Satz schon 4:1 und war dann auch im Tiebreak nur noch zwei Punkte vom Sieg entfernt, ehe Wawrinka doch noch eine Lösung fand. In den letzten beiden Abschnitten war er dann physisch klar stärker.

Damit hat er nach seine durchwachsene europäische Sandsaison auf einen Schlag gerettet. Am Sonntag wird nun die Aufgabe aber noch einmal ungleich schwerer. Er trifft nicht nur auf einen viel ausgeruhteren Gegner, sondern auch auf einen Freund, gegen den er bisher kein Mittel fand. Im Head-to-Head steht es 8:1 für Federer, der zudem in den letzten zwölf Monaten die Major-Duelle in Paris und Melbourne problemlos für sich entschied.