Im Halbfinal-Krimi zwischen Roger Federer und Stan Wawrinka steht es 5:5 und 40:40 im entscheidenden Satz, Federer serviert. Da läuft Wawrinka, der sich schon zur Abnahme an die Linie gestellt hat, wieder weg.

Was war passiert? Der Romand beklagt sich über Störrufe aus Federers Box. «Nicht unmittelbar vor dem Aufschlag», sagt er zum Schiedsrichter, der den aufgebrachten Wawrinka zu beruhigen versucht.

Mirka Federer ruft «Cry Baby» zu Stan Wawrinka

Mirka Federer ruft «Cry Baby» zu Stan Wawrinka

Ein beim Telegraph neu aufgetauchtes Video belegt nun, was schon seit dem Match im Raum steht: Dass es Mirka Federer war, die Wawrinka aus der Konzentration brachte. «Cry Baby», ruft die Thurgauerin nach Stans Mini-Ausraster dem Gegner ihres Mannes zu – frei zu übersetzen mit «Heul doch!»

Alles wieder gut?

Das ist nicht die feine Art in einem Sport, der sich gerne mit einer noblen Etikette versieht. Und es ist auch nicht besonders clever, wenn wenige Tage später mit dem Davis-Cup-Final das letzte, riesige Schweizer Highlight des Tennis-Jahres ansteht.

Doch ist nun schon alles wieder gut und die Beleidigung ausgesprochen? Ein Bild vom Montagabend gegen Mitternacht stimmt Zuversicht für den Davis-Cup-Thriller mit Federer und Wawrinka. So twittert Roger Federer nach Ankunft in Lille: «Grossartig, wieder mit den Jungs zusammen zu sein!»

Dabei verpasst Wawrinka dem Maestro frech ein paar Hasenohren. Oder ist es das Victory-Zeichen? Es wäre zu wünschen!  (nch/ram, watson)

Federer in Lille

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