Wimbledon

Tiebreak im fünften Satz künftig auch in Wimbledon

Das wird künftig nicht mehr möglich sein: John Isner (links) und Nicolas Mahut im Juni 2010 nach ihrem epischen Duell über mehr als elf Stunden

Das wird künftig nicht mehr möglich sein: John Isner (links) und Nicolas Mahut im Juni 2010 nach ihrem epischen Duell über mehr als elf Stunden

Die traditionsbewussten Organisatoren des Grand-Slam-Turniers in Wimbledon springen über den eigenen Schatten. Ab nächstem Jahr wird der fünfte Satz einer Partie bei 12:12 im Tiebreak entschieden.

Die Diskussionen um eine verkürzte Entscheidung im finalen Satz waren in diesem Jahr in Wimbledon nach dem Halbfinal zwischen Kevin Anderson und John Isner erneut aufgekommen. Der Südafrikaner bezwang den Amerikaner 26:24 im abschliessenden Durchgang und nach einer Spielzeit von 6:36 Stunden.

Der Ruf nach Abschaffung des ausgespielten letzten Satzes war auf der Anlage an der Church Road besonders vor acht Jahren laut geworden. Die Erstrunden-Partie zwischen John Isner und dem Franzosen Nicolas Mahut, die der Amerikaner im fünften Satz 70:68 gewonnen und die sich über drei Tage erstreckt hatte, ging in die Geschichtsbücher ein. Nach dem neuesten Entscheid in Wimbledon ist dies wohl ein Rekord für die Ewigkeit.

Wimbledon ist das zweite Major-Turnier nach dem US Open, bei dem in Fünf-Satz-Begegnungen das Tiebreak angewandt wird. Im Australian Open und im French Open werden Partien über die maximale Distanz nach wie vor bis zu einem Vorsprung von zwei Spielen ausgetragen.

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