Zwei Italiener befinden sich im Saanenland noch im Rennen, und dem 21-jährigen Qualifikanten Gian Marco Moroni, der Nummer 265 der Welt, der am Donnerstag den Portugiesen Joao Sousa fordert, trauen noch nicht viele den Turniersieg zu. Wenn die italienische Siegesserie in Gstaad nicht reissen soll, muss es Thomas Fabbiano richten.

Fabbiano passt durchaus ins Profil eines möglichen Gstaad-Siegers. Seit Roger Federers Turniersieg in der Roy Emerson Arena von 2004 ging die Hälfte aller Titel an krasse Aussenseiter, die sich zum Teil erst in Gstaad einen Namen machen konnten. Auf jeden Fall befindet sich Thomas Fabbiano in Topform: In Eastbourne auf Rasen schaffte er als Qualifikant mit fünf Siegen die Halbfinals, in Wimbledon besiegte er Stefanos Tsitsipas und Ivo Karlovic in jeweils fünf Sätzen, und in Gstaad eliminierte er nach Sandro Ehrat mit Landsmann Lorenzo Sonego (ATP 52) die Nummer 4 des Turniers (7:6, 3:6, 6:1).

In den Viertelfinals trifft Fabbiano am Freitag auf den Deutschen Aussenseiter Cedrik-Marcel Stebe (ATP 495). Stebe schaffte es nach langer Verletzungspause in Gstaad mit einem geschützten Ranking ins Hauptfeld. Vor seinen zwei Siegen in Gstaad hatte es für Stebe, einst die Nummer 71 der Welt, auf der ATP Tour diese Saison lauter Niederlagen abgesetzt.

Verdasco ausgeschieden

Mit Fernando Verdasco (ATP 30) schied am Mittwoch auch die Nummer 2 des Turniers aus. Verdascos erste Startniederlage in Gstaad bei der fünften Teilnahme überraschte indes nicht, denn schon vor einer Woche in Bastad verlor er gegen Albert Ramos-Viñolas klar in zwei Sätzen.