Wie Roger Federer gegen Kei Nishikori kam auch Dominic Thiem am Sonntag gegen Kevin Anderson nicht richtig ins Spiel. Jetzt gilt heute Dienstagabend (21.00 Uhr) im Direktduell in der Londoner O2 Arena für beide: Verlieren verboten!

Thiem zeigte sich am Montag nach dem Training im Gespräch mit der österreichischen Nachrichtenagentur APA ziemlich überrascht, dass es nun schon gegen Federer geht. "Ich hätte eher gedacht, dass Nishikori verliert und ich gegen ihn spiele." Es sei aber ein "bisserl ein komisches Match" gewesen, in dem beide viele Fehler gemacht hätten.

Ähnlich erhofft sich der 25-jährige Niederösterreicher auch für Dienstag. "Es hängt davon ab, wie er spielt", meinte er. "Wenn er richtig gut spielt, wird es für jeden ganz schwer. Ich hoffe aber, dass er nicht sein bestes Tennis zeigt. Wie gestern."

Grundsätzlich weiss Thiem, wie man gegen Federer gewinnt. Er hat zwei von drei Partien für sich entschieden, nämlich die letzten zwei 2016 in Rom auf Sand und in Stuttgart auf Rasen. Doch er relativiert: "Vor zweieinhalb Jahren war er doch eher im Abwärtstrend. Danach hat er aber dieses unfassbare Comeback gemacht." Er glaube, Federer spiele heute schon "ein bisserl besser". "Der verlernt das Tennis nicht so schnell", fügte Thiem hinzu und lachte: "Leider."

Er werde angriffig ins Spiel steigen müssen. "Sofort draufsteigen, nicht auf Abwarten." Denn: "Sobald er in der Offensive ist, gibt er das nicht mehr ab." Gegen Nishikori gelang dies Federer allerdings nur selten, da er meist schon vorher einen Fehler machte.