US Open

Stosur setzt sich im US-Open-Final gegen Serena Williams durch

Am 11. September gab es aus amerikanischer Sicht keinen versöhnlichen Abschluss des US Open. Serena Williams unterlag der Australierin Samantha Stosur im Frauenfinal 2:6,3:6.

Nach knapp mehr als einer Stunde stand der erste Sieg der Australierin bei einem grossen Turnier fest. Stosur verdiente sich den Sieg mit enorm aggressiver Spielweise und nutzte zudem aus, dass Williams knapp 17 Stunden nach ihrem klaren Sieg gegen die Weltnummer 1 Caroline Wozniacki ungewohnt langsam wirkte.

Energetisch war Williams nur einmal und dies im negativen Sinn. Als die Schiedsrichterin ihr zu Beginn des zweiten Satzes einen Punkt zurecht nicht gab und stattdessen Stosur zuerkannte, weil Williams weit vor Ende des Ballwechsels laut "come on" geschrien hatte, verlor sie die Contenance. Sie sagte der Schiedsrichterin unter anderem "ich hasse dich" und bedachte sie mehrmals lange mit provokativen Blicken. Erinnerungen kamen auf an ihren letzten Auftritt in New York, als sie 2009 im Halbfinal gegen Kim Clijsters den Matchball gegen sich selber verwertete, indem sie eine Linienrichterin massiv beschimpfte.

Serena Williams verpasst US-Open-Sieg an 9/11

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Stosur hat den Sieg mehr als verdient. Nachdem die frühere reine Doppelspezialistin im Vorjahr in Paris den Showdown knapp gegen Francesca Schiavone verloren hatte, zeigte sie diesmal keinerlei Nerven. Im Verlauf des Turniers hatte sie auch die längste Partie der Turniergeschichte seit Einführung des Tiebreaks bestritten (Sieg nach 3:16 Stunden gegen Nadia Petrowa) sowie das längste Frauen-Tiebreak in einem Grand Slam überhaupt (15:17 gegen Maria Kirilenko).

Die 27-Jährige aus Brisbane beendete damit eine mehr als dreissigjährige Durststrecke für die traditionsreiche Nation. 1980 hatte mit Evonne Goolagong Cawley letztmals eine Australierin einen Grand-Slam-Titel gewonnen (Wimbledon).

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