Wawrinka begann seinen allerersten Match gegen Shapovalov gut. Doch nach gewonnenem Startsatz riss der Faden im zweiten Umgang. Im dritten Satz kassierte der Lausanner das entscheidende Break beim Stand von 3:3.

Danach liess sich der kanadische Linkshänder, der in Israel geborene und in der kanadischen Provinz Ontario aufgewachsene Sohn eines russischen Vaters, nicht mehr aufhalten.

Wawrinka vergab mit der Niederlage gegen den 14 Jahre jüngeren Shapovalov eine gute Chance, in Tokio weit vorzustossen. Nachdem der topgesetzte Kroate Marin Cilic in Japans Hauptstadt schon in Runde 1 gescheitert war, wäre die Möglichkeit günstig gewesen, zum dritten Mal in diesem Jahr (nach Sofia im Februar und St. Petersburg vor zwei Wochen) die Halbfinals zu erreichen. Als Gegner in den Viertelfinals hätte entweder der Deutsche Jan-Lennard Struff, der Bezwinger von Cilic, oder der Franzose Jérémy Chardy gewartet - beides lösbare Aufgaben.

Wawrinka, durch zwei Knie-Operationen in der Weltrangliste weit zurückgefallen und noch im Juni lediglich auf Platz 263 positioniert, ist inzwischen wieder auf Platz 74 zu finden. Aber für die Rückkehr in die vorderen Positionen muss er sich noch etwas gedulden. Vor drei Jahren hatte er in Japans Hauptstadt seinen vierten von bisher fünf ATP-Titeln in Asien errungen.