Bacsinszky steht als erste Schweizerin seit Martina Hingis im Jahr 2000 in der Runde der letzten acht in Wimbledon. Deshalb flossen nach dem 1:6-, 7:5-, 6:2-Sieg im Achtelfinal gegen die Rumänin Monica Niculescu (WTA 47) einige Tränen. Viele hätten ihr jeweils gesagt, dass ihr Spiel nicht zu Rasen passe. Und auch sie selbst habe vor dem Turnier nicht mit einem solchen Erfolg gerechnet, sagte die Weltnummer 15, die bereits ihren 36. Sieg in diesem Jahr feierte.

Die Chancen stehen nicht schlecht, dass die 26-jährige Bacsinszky nach dem French Open auch in Wimbledon in die Halbfinals einzieht. Muguruza, die sich im Achtelfinal gegen die frühere dänische Weltrangliste-Erste Caroline Wozniacki in zwei Sätzen durchgesetzt hat, ist im Ranking um fünf Plätze schlechter klassierte als die Waadtländerin. Zwar verlor Bacsinszky das bislang einzige Duell mit der 21-jährigen Spanierin am diesjährigen Australian Open in drei Sätzen (0:6 im dritten). Seither hat die Schweizerin aber enorm an Selbstvertrauen zugelegt, gewann sie doch unter anderem die Turniere in Acapulco und Monterrey.

Das Spiel findet auf Court 1 statt. Davor bestreiten Titelverteidiger Novak Djokovic und Kevin Andersson noch den fünften Satz der am Vortag wegen Dunkelheit abgebrochenen Achtelfinalpartie.