Tennis
Serena Williams attackiert Schiri: «Schau mich nicht so an, ich hasse dich»

Serena Williams rastet im Finalspiel gegen Sam Stosur aus. Wie bereits vor zwei Jahren beleidigt sie die Schiedsrichterin. Der neuste Ausraster könnte die Amerikanerin teuer zu stehen kommen.

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«Come on!», feuert sich Serena Williams nach einem Vorhandschlag selbst an. Doch der Punkt ist noch gar nicht beendet. Final-Gegnerin Sam Stosur kommt gerade noch an den Ball, kann ihn aber nicht im Spiel halten.

Es wäre damit ein Punkt für Williams gewesen. Wäre. Denn die Schiedsrichterin interveniert und spricht den gespielten Punkt der Gegnerin zu. So will es das Reglement. Das besagt, dass der Gegenspieler oder die Gegenspielerin während dem Ballwechsel nicht irritiert werden darf.

Besonders bitter: Williams hatte zu diesem Zeitpunkt einen Breakball gegen sich, so dass Stosur aufgrund Williams' «Come on»-Ruf zum Break kam und somit den Weg zu ihrem ersten Grand-Slam-Titel überhaupt ebnete.

Wird Williams gesperrt?

Serena Williams rastete daraufhin aus. «Du bist völlig neben der Spur. Schau mich nicht so an. Ich hasse dich!», sagte sie zur Schiedsrichterin.

Der Ausraster dürfte die Amerikanerin noch teuer zu stehen kommen. Im schlimmsten Fall findet nämlich das US Open 2012 ohne Serena Williams statt. Dann nämlich, wenn der Chef des Grand-Slams den Zwischenfall als «grobe Verletzung» taxiert.

Wiederholungstäterin

Bereits vor zwei Jahren rastete die 13-fache Major-Siegerin aus. Damals hatte sie im Spiel gegen Kim Clijsters einer Linienrichterin, die einen Fussfehler angezeigt hatte, gedroht, ihr «den Ball ins Maul zu stopfen». Dann hatte sie wegen eines Strafpunkts verloren und so für ein unrühmliches Ende gesorgt.

Serena Williams bekam daraufhin eine Busse von 10 ́500 Dollar aufgebrummt, die höchstmögliche Strafe, die das Reglement zulässt. Ob sie nun ebenfalls nochmals saftig gebüsst wird oder die US Open 2012 gar nur als Zuschauerin verfolgen muss?

Beim neusten Eklat zeigte sich Williams immerhin als faire Verliererin: «Der Punkt hat letztlich keine Rolle gespielt», sagt sie an der anschliessenden Pressekonferenz. «Sam war heute einfach zu gut für mich.» (sha)

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