Wozniacki unterlag Scharapowa, die stark wie lange nicht mehr auftrat, 4:6, 6:4, 3:6. Die Russin, wie die Dänin eine ehemalige Nummer 1 der Welt, hatte in Melbourne 2008 triumphiert und steht nach drei Jahren erstmals wieder im Achtelfinal. Am Ende setzte sich Scharapowa mit ihrem druckvollen Spiel und trotz 46 unerzwungenen Fehlern gegen die Defensivkünstlerin Wozniacki durch. Nun trifft sie auf die grosse australische Hoffnung Ashleigh Barty.

Weiterhin einen äusserst starken Eindruck macht Angelique Kerber. Die Weltranglisten-Zweite aus Deutschland kannte an ihrem 31. Geburtstag keine Gnade und überliess der elf Jahre jüngeren Australierin Kimberly Birrell nur ein Game.

Cilic nach Abwehr von zwei Matchbällen

Grosse Mühe bekundete bei den Männern der letztjährige Finalist Marin Cilic. Der Kroate geriet gegen den spanischen Veteranen Fernando Verdasco mit 0:2 Sätzen ins Hintertreffen und wehrte im vierten zwei Matchbälle ab. Beim zweiten unterlief dem 35-jährigen Spanier ein Doppelfehler. 2009 hatte er in Melbourne den Halbfinal erreicht und Rafael Nadal einen epischen Kampf über fünf Sätze geliefert. Diesmal war der Tank im fünften Satz gegen Cilic leer. Der Kroate ist ein möglicher Viertelfinal-Gegner Federers.

Rafael Nadal feierte im dritten Spiel den dritten klaren Sieg. Der Mallorquiner liess auch dem besten Australier Alex de Minaur mit 6:1, 6:2, 6:4 keine Chance. De Minaur wehrte sich zwei Tage nach seinem siegreichen Fünfsatz-Marathon gegen den Schweizer Henri Laaksonen nach Kräften und wehrte fünf Matchbälle ab, nach 2:22 Stunden hatte er dafür aber herzlich wenig vorzuweisen.

Nadal, der seit seiner Aufgabe im US-Open-Halbfinal vor vier Monaten keinen Ernstkampf mehr bestritten hatte, macht bei seinem Comeback einen sehr starken Eindruck und scheint auf bestem Weg zu einem Halbfinal gegen Federer. Als nächstes steht aber am Sonntag ein Achtelfinal gegen den ebenfalls von einer Verletzung zurückkommenden Tomas Berdych im Programm.