Australian Open
«Roger, warum trägst Du vier Socken, an jedem Fuss zwei...?»

Roger Federer spielt am Australian Open so gut wie schon lange nicht mehr an einem Grand-Slam-Turnier. Nun lüftete er ein kleines Erfolgsgeheimnis. Der Baselbiert spielt in Down Under mit zwei paar Socken. Wieso er das tut!

Michael Schenk
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Rorger Federer trägt neuerdings zwei paar Socken.

Rorger Federer trägt neuerdings zwei paar Socken.

Keystone

«Du bist ein sehr guter Fragensteller», lobt Roger Federer mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Die finale Frage von Jim Courier im Platzinterview nach dem spielerisch und athletisch brillanten Match des Schweizers gegen Jo-Wilfried Tsonga ist von fundamentaler - ja epochaler - Bedeutung.

Ein Rätsel, das da in der Rod Laver Arena im Melbourne Park unverhofft und urknallplötzlich seiner ersehnten Auflösung harrt. Einer Entschlüsselung, die die Geschichte der Menschheit noch einmal nachhaltig verändern könnte. 15 000 Zuschauerinnen und Zuschauer starren gebannt auf die Lippen des Schweizer Tennis-Gott. Das Rauschen des Adrenalins und Dopamins, das die gespannten Leiber des Publikums durchströmt, ist förmlich hörbar. Ansonsten kein Laut, mucksmäuschenstill ist es...

«Warum», fragt Jim Courier - sich seiner exorbitanten Verantwortung in dem Moment bewusst - «warum trägst Du vier Socken? An jedem Fuss zwei...?» Peng! Die Frage aller Fragen ist gestellt - die einzige Wahrheit, die der Entwicklung der Menschheit hin zum Ultimativen noch fehlt.

Federer schlägt Tsonga
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Roger Federer lässt Jo-Wilfried Tsonga am Australian Open keine Chance. Er siegt 6:3, 7:5, 6:4.
Geschafft: Federer zieht in die Viertelfinals ein. Dort trifft er auf den Engländer Andy Murray.
Die Hitze in Melbouren hat nachgelassen und Federer bleibt in Form: Er steht ohne Satzverlust im Viertelfinal.
Die Federer-Box mit dem neuen Trainer Stefan Edberg, Ehefrau Mirka und Severin Lüthi (v.r).
War von Beginn weg ohne Chance: Jo-Wilfried Tsonga.
Federer brachte den Fanzosen ins Schwitzen, in dem er in viel laufen liess.
Tsonga gratuliert Federer zum Dreisatzsieg.
Gab sich beim Platzinterview wie gewohnt locke und lüftete auch gleich noch ein Geheimnis: Roger Federer.

Federer schlägt Tsonga

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Roger Federer versucht die direkte Antwort, wie vorher im Spiel die Rückhand des Gegners, zu umlaufen. «Das haben mich meine Mädchen auch schon gefragt: Papa, warum ziehst Du Dir vier Socken an?»

Charlene und Myla also auch - auch den beiden ist die Weltranglisten-Position oder die Anzahl Grand-Slam-Siege ihres Vaters und dessen Abschneiden auf dem Court zehntausendmal unwichtiger, als die Antwort auf die Frage: «Warum trägst Du vier Socken, Papi?»

Dann erlöst Federer den irdischen Kosmos und lüftet das Geheimnis: «Ich finde einfach, dass es so weicher und bequemer ist.»