Australian Open Final
Roger Federer schlägt Marin Cilic und gewinnt sensationell den historischen 20. Grand-Slam-Titel!

Roger Federer holt den 20. Grand-Slam-Titel seiner Karriere. Der 36-jährige Schweizer gewinnt den Final der Australian Open gegen den Kroaten Marin Cilic 6:2, 6:7 (5:7), 6:3, 3:6, 6:1.

Pascal Del Negro
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Roger Federer betritt den Court in der Rod Laver Arena von Melbourne.
47 Bilder
Und auch Finalgegner Marin Cilic ist da und nimmt schon mal Augenschein von der begehrten Trophäe.
Die beiden Finalisten posieren für das Matchfoto.
Ein Blick in die gut besuchte Rod Laver Arena.
Wer gewinnt die Australian Open 2018?
Schlechter Start für den Kroaten Cilic : Nach zwölf Minuten im ersten Satz führt Federer bereits mit 4:0.
Go Roger!
Der Maestro scheint es eilig zu haben mit seinem 20. Grand Slam-Triumph. Oder kommt die Euphorie zu früh?
Chancenlos: Der 29-jährige Kroate gewinnt im ersten Satz gegen Federer lediglich zwei Games.
Den Sieg im Fokus: Roger Federer.
Im zweiten Satz wirkt Cilic wie verwandelt, der Kroate erspielt sich die ersten Breakchancen.
Zwar kommt Federer wieder zu diversen Breakmöglichkeiten, doch sein Gegner serviert in den wichtigen Momenten einfach zu gut.
Das bringt den Maestro ordentlich ins Schwitzen – er muss gegen den Kroaten ins Tie-Break.
Wahnsinn, die Aufholjagd von Cilic! Der Kroate entscheidet den zweiten Satz nach einem hart umkämpften Tie-Break für sich.
Jetzt nur nicht nervös werden: Im dritten Satz ist das Spiel zwischen den beiden viel ausgeglichener.
Federers variantenreiches Spiel im dritten Satz bringt den Kroaten erneut in Bedrängnis.
Sensationell entscheidet Federer den dritten Satz mit 6:3 für sich.
Doch Cilic ist noch lange nicht geschlagen. Der Kroate dreht im vierten Satz nochmals richtig auf ...
... und macht das Final in Melbourne zum Fünf-Satz-Krimi. Er entscheidet den vierten Satz mit 6:3 für sich.
Und dann ist der Moment da ...
Roger Federer sichert sich seinen 20. Grand Slam-Titel!
Es ist das sechste Mal, dass der Baselbieter die Australien Open gewinnt!
Was für ein Spiel: Mit dem Endresultat 6:2, 6:7 (5:7), 6:3, 3:6 und 6:1 ...
... schreibt Roger Federer Tennisgeschichte.
Federer lässt sich in der Rod Laver Arena feiern.
Mehr als verdient: Roger Federer nimmt seine sechste Australian Open-Trophäe entgegen.
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Mehr als verdient: Roger Federer nimmt seine sechste Australian Open-Trophäe entgegen.
Der Maestro und seine Trophäe.
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Australian Open 2018, Finale, Federer vs. Cilic
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Weitere Impressionen aus dem Finalspiel zwischen Federer und Cilic.
Weitere Impressionen aus dem Finalspiel zwischen Federer und Cilic.
Weitere Impressionen aus dem Finalspiel zwischen Federer und Cilic.
Weitere Impressionen aus dem Finalspiel zwischen Federer und Cilic.
Weitere Impressionen aus dem Finalspiel zwischen Federer und Cilic.
Weitere Impressionen aus dem Finalspiel zwischen Federer und Cilic.
Weitere Impressionen aus dem Finalspiel zwischen Federer und Cilic.
Weitere Impressionen aus dem Finalspiel zwischen Federer und Cilic.
Weitere Impressionen aus dem Finalspiel zwischen Federer und Cilic.
Weitere Impressionen aus dem Finalspiel zwischen Federer und Cilic.
Weitere Impressionen aus dem Finalspiel zwischen Federer und Cilic.
Weitere Impressionen aus dem Finalspiel zwischen Federer und Cilic.
Weitere Impressionen aus dem Finalspiel zwischen Federer und Cilic.

Roger Federer betritt den Court in der Rod Laver Arena von Melbourne.

Keystone

Noch einmal musste sich Federer zurückhalten und seinen Jubel unterbrechen. Denn noch einmal hatte Marin Cilic eine Challenge gefordert, nachdem sein Return nach dem ersten Matchball des Schweizers im Netz gelandet war. Doch die Geschichte des Vorjahres wiederholte sich: Der Videobeweis bestätigte, dass Federers Ball auf der Linie und sein sechster Australian-Open-Sieg unter Dach und Fach war.

Eine merkwürdige Partie mit mehreren Wendungen kam damit nach gut drei Stunden zu dem Ende, das sich die überwiegende Mehrheit in der Rod Laver Arena gewünscht hatte: mit einem Sieg Federers. Doch der 36-Jährige musste mehr leiden, als ihm lieb war, bis sein 20. Grand-Slam-Titel unter Dach und Fach war. Der Champion wankte, aber er fiel nicht. "Ich hatte das Glück auch auf meiner Seite", so der 36-Jährige.

Zu Beginn der Partie hatte wenig auf einen Krimi über fünf Sätze hingedeutet. Während Federer stark in die Partie stieg, fand Cilic seinen Rhythmus überhaupt nicht und lag nach zwölf Minuten bereits 0:4 hinten, nach 24 Minuten war der erste Satz beendet.

Die Probleme Federers begannen im Tiebreak des zweiten Satzes, als er beim Stand von 3:2 und eigenem Service seinen minimalen Vorsprung preis gab. "Ich wurde plötzlich nervös", sagte Federer. Zwei starke Returns von Cilic sorgten für die Wende in der Kurzentscheidung und plötzlich glaubte der Kroate, dass er in seinem dritten Grand-Slam-Final Federer mehr als nur herausfordern könnte.

Beflügelt durch den Satzausgleich spielte er plötzlich von der Grundlinie mit enormem Druck, womit er Federer in Bedrängnis brachte. Doch der Schweizer hielt sich dank seinem Aufschlag im Spiel, gewann den dritten Satz und lag auch im vierten 3:1 vorne, nachdem er sogar eine Chance zu einem zweiten Break ausgelassen hatte. Doch Cilic schaffte es noch einmal, sein Niveau zu steigern, schaffte gleich zwei Breaks in Folge - die beiden einzigen der Partie - und damit den Satzausgleich.

Die Partie fand unter geschlossenem Dach statt, was im Vorfeld des Finals für Diskussionen sorgte. Weil der Grenzwert, der sich aus Parametern wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und UV-Strahlung zusammensetzt, überschritten wurde, trat die Extreme Heat Policy in Kraft – in der Night-Session. Am Tag war das Thermometer bis auf 39 Grad geklettert.

Dank dem 20. Sieg im 30. Major-Final baute Federer seine Rekordmarken weiter aus. Als erster Spieler erreichte er die Marke von 20 Grand-Slam-Titeln, vor ihm schafften dies nur Margaret Court (24), Serena Williams (23) und Steffi Graf (22). Mit sechs Titeln in Melbourne gehört er zusammen mit Novak Djokovic und Roy Emerson zu den Rekordsiegern am Australian Open.

Und auch die Nummer 1 der Weltrangliste wird wieder zum Thema. Federer verringerte seinen Rückstand in der Weltrangliste auf Rafael Nadal auf 155 Punkte. Während der Schweizer die 2000 Punkte für seinen Vorjahressieg verteidigte, büsste der im Viertelfinal gescheiterte Spanier an Terrain ein, nachdem er im Vorjahr den Final erreicht hatte. Bereits Ende Februar könnte Federer zur ältesten Nummer 1 avancieren, sofern Federer und Nadal bereits früher auf die Tour zurückkehren.

Lesen Sie hier den Final zwischen Federer und Cilic im Liveticker nach: