In einer bisher verkorksten Saison bestreitet Federer erst sein fünftes Turnier. Grippegeschwächt scheiterte er im Final von Brisbane an Milos Raonic. Im Halbfinal des Australian Open unterlag er im Halbfinal Novak Djokovic. „Das war das einzige Turnier, das ich einigermassen gesund bestreiten konnte“, sagt er.

Danach folgte die Meniskusverletzung mit Operation, dann stoppte ihn eine Erkältung. In Monte Carlo gab er sein Comeback, verlor im Viertelfinal gegen Jo-Wilfried Tsonga. Dann machte ihm der Rücken zu schaffen. Madrid sagte er ab, in Rom gewann er nur ein Match und verzichtete anschliessend auf das French Open. „Das war die einzig richtige Entscheidung“, betonte er.

Nun fühlt er sich wieder bereit. Er habe in den vergangenen Wochen gut trainiert, auch viel für seinen Körper gemacht. Allerdings erwartet er noch keine Höchstleistungen. Ihm fehlt ganz einfach die Matchpraxis. „Es wäre schön, wenn ich hier und nächste Woche in Halle viele Matches bestreiten könnte, um dann in Wimbledon bereit zu sein,“, erklärte er. „Normalerweise setzte ich mir bei solchen einem Turnier schon den Sieg als Ziel, doch davon wolle er nun nicht reden“, betonte er.

In der Schweiz bereitete er sich vor, beeinträchtigt durch das schlechte Wetter, musste er sogar in die Halle. Am Sonntag reiste er nach Stuttgart, absolvierte ein paar Termine. Das erste Training auf Rasen absolvierte er am Tag darauf. Sein erster Gegner ist der aufstrebende Amerikaner Taylor Fritz oder ein Qualifikant.