Roger Federer
Roger Federer: «Ich muss schauen, wie ich da wieder rauskomme»

Das Heimturnier in Gstaad endete für Roger Federer mit einer weiteren Enttäuschung. Die nahe Zukunft des Schweizers ist voller Fragezeichen, er will nun von Tag zu Tag schauen. Ein Plan soll ihm nun aus dem Tief helfen.

Roman Michel
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Roger Federer verabschiedet sich vom Gstaader Publikum.

Roger Federer verabschiedet sich vom Gstaader Publikum.

«Bye Bye Roger... », steht es auf der offiziellen Homepage des ATP-Turniers von Gstaad geschrieben. Dazu ein Bild, welches den Schweizer mit gesenktem Kopf beim Verlassen des Center Courts zeigt.

Die strahlende Sonne im Hintergrund blickt schon fast spöttisch auf den geschlagenen Schweizer.

Die extra vergrösserte Tribüne waren bei seinem ersten Auftritt gegen den Deutschen Daniel Brands bis auf den letzten Platz besetzt, die Stimmung erreichte beim Erscheinen Federers ihren Höhepunkt.

Nur eine knappe Stunde durften die Zuschauer den Schweizer bei seiner Arbeit dann erleben, bevor sie wohl mit ähnlich vielen Gedanken und Fragen wie ihr geliebter Tennisheld den Heimweg antraten.

«Ich muss schauen, wie ich da wieder rauskomme», sagt ein frustrierter Federer nach dem Spiel im Interview mit dem Schweizer Fernsehen. «In den nächsten Tagen werde ich sicher einmal einen Plan organisieren, damit ich weiss, was ich für meinen Rücken und meine Kondition machen kann.»

Federer scheidet in Gstaad in erster Runde aus
8 Bilder
Roger Federer: Auch mit grossem Racket nicht in Topverfassung
Nachdenklicher Federer: Er hat gegen den Deutschen Daniel Brands keine Chance.
Der Sieger: Daniel Brands, die Nummer 55 im ATP-Ranking.
Federer war immer hinten, seine Leistung war chaotisch.
Federer streckt sich vor imposanter Kulisse - einmal mehr vergeblich.
Auch der Aufschlag funktionierte bei Roger Federer nicht richtig.
Das wars dann: Der Ball von Brands landet einmal mehr im Feld von Federer. 3:6 und 4:6 lautet das brutale Verdikt.

Federer scheidet in Gstaad in erster Runde aus

Keystone

Mit dem Ziel, wieder Selbstvertrauen zu tanken, trat Federer bei den Sandplatz-Turnieren in Hamburg und Gstaad an. Daraus ist nichts geworden, im Gegenteil. Der Schweizer ist verunsicherter denn je.

«Ich muss jetzt Tag für Tag schauen, was ich machen kann und was ich darf.» Das kommende Turnier von Montreal, das am 5. August beginnt, steht für Federer auf der Kippe. Bis dann hat Federer mehr Zeit als ihm lieb ist, über seine letzten Auftritte nachzudenken.