«TalkTäglich» exklusiv
«Roger Federer, haben Sie nie ein schlechtes Gewissen?»

Roger Federer exklusiv bei Markus Gilli im «TalkTäglich». Der Tennis-Weltstar spricht über Wohltätigkeit, sein Privileg und die Opfer, die er dafür bringen musste.

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Am kommenden Montagabend spielt Roger Federer gegen die Weltnummer 1 Andy Murray. Es geht um Geld, aber für einmal soll dieses nicht an die Spieler gehen. Roger Federer sammelt für seine Stiftung, es ist ist der dritte «Match for Africa».

Mit seiner Stiftung unterstützt das Schweizer Tennis-Ass benachteiligte Kinder – vor allem im südlichen Afrika, aber auch in der Schweiz.

«Wohltätige Arbeit finde ich total wichtig und auch sehr schön, sie lässt mich besser fühlen», sagt Roger Federer in der Sendung «TalkTäglich» zu Moderator Markus Gilli. Geführt worden ist das Gespräch in Valbella, Roger Federers Bündner Wahlheimat.

«Auf einen Schlag zwei Millionen»

Durch seinen Bekanntheitsgrad könne er nicht nur viele Menschen motivieren und inspirieren, er könne so auch «sehr viel Geld generieren». Vor allem im Moment sei das sehr einfach: «Da machst du einen Match for Africa, zack, sind alle Billette ausverkauft und wir machen auf einen Schlag praktisch zwei Millionen.»

Anders sei das dann vielleicht nach seiner Karriere, «wenn alles etwas verblasst.» «Dann musst du halt etwas härter arbeiten, aber das mache ich auch sehr gern.»

Match for Africa 3 – live auf TV 24

Der «Match for Africa 3» zwischen Roger Federer und Andy Murray findet am 10. April 2017 im Zürcher Hallenstadion statt. Wer nicht zu den glücklichen Ticketbesitzern gehört, kann das Spiel live verfolgen: Der Fernsehsender TV24, der zu den AZ Medien gehört, ist Medienpartner und überträgt die Partie live aus Zürich. (nch)

Grundsätzlich ist für ihn klar: «Wenn das Tennis mal vorbei ist, habe ich mehr Zeit für Fundraising, Dinners und Trips ...» Heute setze der enge Zeitplan seiner wohltätigen Arbeit Grenzen. «Deshalb freue ich mich auch auf die Zeit nach dem Sport.»

«Ich musste mich auch durchkämpfen»

Roger Federer, gesegnet mit Erfolg, Reichtum, Familie – ob er manchmal ein schlechtes Gewissen habe, derart privilegiert zu sein, fragt Moderator Gilli den Tennisstar.

«Ein schlechtes Gewissen habe ich nicht», sagt Federer. Aber er habe das Glück, «dass man mit Tennis so gut bezahlt wird und einem Tennis so populär macht.» Und dass er dadurch auch anderen helfen könne.

Federer betont aber im Gespräch auch immer wieder: «Ich musste mich auch durchkämpfen und Opfer bringen.» Er spricht etwa über seine zwei Welschlandjahre als Teenager in Ecublens: «Ich hatte so viel Heimweh, es hat mich fast zerrissen.»

«Zum Glück», sagt er heute. «Das war wohl die beste Lebensschule für mich.»

«Eine spezielle Welt»

Dass er nun mit seiner Familie «in einer speziellen Welt lebe», das ist etwas, was er auch seinen Kindern bewusst machen will. «Dass es viele Kinder und Menschen gibt, denen es niemals nicht so gut geht – ich will auch, dass sie das auch mit eigenen Augen sehen.» (smo)

Hier gehts zur gemeinsamen Spendenaktion der TV- und Radiosender von AZ Medien für die Roger Federer Foundation.

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