In die andere, von der Weltnummer 1 Novak Djokovic angeführten Gruppe wurden der Deutsche Alexander Zverev (ATP 5), der Australian-Open-Finalist Marin Cilic (ATP 7) und der Amerikaner John Isner (ATP 10) gelost.

Federer bekommt damit die Chance auf die Revanche für seine wohl bitterste Niederlage des Jahres. Ebenfalls in London hatte er im Juli im Wimbledon-Viertelfinal gegen Anderson einen Matchball vergeben und 11:13 im fünften Satz verloren. Es war nach zuvor vier Siegen die erste Niederlage gegen den 32-jährigen Südafrikaner. Anderson qualifizierte sich dank des Turniersiegs in Wien erstmals für die ATP Finals und ist mit seinen 2,03 m und seinem starkem Aufschlag in der Halle ein gefährlicher Gegner.

Gegen Thiem weist Federer mit 1:2 Siegen eine negative Bilanz auf, die letzte Begegnung liegt allerdings zweieinhalb Jahre zurück. Der 25-jährige Niederösterreicher konnte in der Halle bislang nur selten überzeugen. Mit dem Turniersieg in St. Petersburg und dem Halbfinal letzte Woche in Paris-Bercy deutete er aber an, dass er deutliche Fortschritte gemacht hat.

Erster Gegner Federers ist am Sonntagabend (21.00 Uhr) Kei Nishikori. Gegen den formstarken Japaner gewann der Schweizer an den letzten beiden Turnieren in Schanghai und Bercy jeweils in zwei Sätzen. Der 28-Jährige qualifizierte sich nach 2014 bis 2016 zum vierten Mal für das Masters, zweimal erreichte er dabei die Halbfinals. In den letzten vier Jahren setzte sich Federer in allen sechs Duellen gegen Nishikori durch.

Das Turnier der besten acht Spieler des Jahres in der Londoner O2 Arena beginnt am Sonntag. Die ersten zwei der beiden Gruppen qualifizieren sich für die Halbfinals. Wegen Verletzungen fehlen der Spanier Rafael Nadal und der Argentinier Juan Martin Del Potro. Damit ist auch klar, dass Djokovic das Jahr als Nummer 1 der Weltrangliste beenden wird.