Federer setzte sich im Halbfinal gegen den 2,11 Meter grossen Kroaten Ivo Karlovic (ATP 31) mit 7:6 (10:8), 3:6, 6:3 durch. Wie erwartet war das Duell kein Leckerbissen für die 9200 Zuschauer in der St. Jakobshalle. Viel mehr als Aufschläge und einige Volleys bekamen sie nicht zu sehen. Im ersten Satz konnte sich Federer drei Breakbälle und Karlovic einen erspielen, die aber vom Aufschläger jeweils humorlos abgewehrt wurden. Im Tiebreak nutzte der Baselbieter seinen dritten Satzball zum 10:8.

Etwas überraschend war es Karlovic, dem das erste Break der Partie gelang - zum 5:3 im zweiten Satz. Kurz darauf sicherte er sich den Umgang mit einem Ass. Der Kroate wies in seinem 13. Duell mit Federer beeindruckende Service-Statistiken auf: 74 Prozent erste Aufschläge und 33 Asse. Nur einmal brach Karlovic ein. Zum 1:3 im dritten Satz gab er seinen Service nach einem Doppelfehler zu null ab. Federer brachte danach den Vorsprung ohne Mühe über die Runde und zog in den 123. Final seiner Karriere ein.

Seinem dortigen Gegner, David Goffin (ATP 28), der sich gegen den 17-jährigen Kroaten Borna Coric (ATP 124) mit 6:4, 3:6, 6:3 durchsetzte, stand Federer 2012 im Achtelfinal von Roland Garros schon mal gegenüber und gewann in vier Sätzen. Goffin bestreitet am Sonntag seinen dritten Final auf der ATP-Tour. Die beiden bisherigen - in diesem Jahr in Kitzbühel und Metz - gewann der formstarker Spieler aus Lüttich. Nach dem Sieg gegen Coric weist Goffin eine Bilanz von 43:2 Siegen seit Ende Juni auf.

Coric, der dank einer Wildcard ins Haupttableau des Basler Turniers gekommen war, leistete starken Widerstand. Eine Tag nach seinem Erfolg gegen Rafael Nadal kam der Weltranglisten-124. dem erstmaligen Einzug in einen ATP-Final nahe. Im dritten Satz fiel die Entscheidung mit dem Break von Goffin zum 3:1.