Die Vorentscheidung in der Rod Laver Arena fiel Ende des zweiten Satzes. Mit einem Vorhandwinner und einem Return auf die Linie sowie einem Rückhand-Passierball erspielte sich Federer auf brillante Art und Weise einen Satzball, den er dank eines Fehlers von Gasquet zur 2:0-Satzführung nutzte.

Spätestens danach war der Glaube des Franzosen gebrochen, auch wenn dieser im dritten Durchgang noch einmal einen Breakrückstand wettmachte. Es war der einzige Makel eines einmal mehr überzeugenden Auftritts Federers. Nach knapp zwei Stunden beendete er das 21. Duell mit Gasquet (19 Siege) mit etwas Glück bei seinem zweiten Matchball und zog zum 16. Mal in Melbourne in die Runde der letzten 16 ein. "Ich habe wohl etwas besser serviert als er", nannte Federer als Schüssel zum Sieg.

Vor einem Jahr war die Partie in der 3. Runde gegen Tomas Berdych der Startschuss gewesen zum Lauf, der ihn zu zum fünften Titel am Australian Open als Krönung seines Comebacks geführt hatte. Danach habe er gewusst, dass er dieses Niveau auch in den weiteren Partien abrufen könne. Im Unterschied zu 2017, als er bei seinem Comeback nicht wusste, wo er steht, reiste er in diesem Jahr aber mit anderen Erwartungen nach Melbourne. "Das ist gut so", so Federer, denn die letzte Saison sei sehr gut und die Vorbereitung auf diese Saison perfekt gewesen.

Fucsovics: 34 Jahre nach Taroczy

In den Achtelfinals trifft Federer am Montag auf den Ungarn Marton Fucsovics (ATP 80), der den Argentinier Nicolas Kicker 6:3, 6:3, 6:2 besiegte. Der ehemalige Wimbledon-Sieger bei den Junioren ist der erste Ungar seit Balazs Taroczy, dem ehemaligen Doppelpartner von Heinz Günthardt, der an einem Major-Turnier die Achtelfinals erreicht hat.

Gegen den 25-jährigen Fucovics hat Federer zwar noch nie gespielt, im letzten Jahr trainierte er aber mit ihm eine Woche in der Schweiz. Fucsovics sei ein guter Typ, der hart arbeite und stark von der Grundlinie spiele. "Ich bin froh, dass ich ihn ein wenig kenne", sagte Federer.