Am Ende musste sogar Djokovics Mutter auf der Tribüne lachen. 6:0, 2:0 hatte ihr Sohn Novak gegen die Welt-Nummer 23 aus Kalifornien geführt und schien einem ungefährdeten Sieg entgegenzusteuern, ehe Querrey, der insgesamt 18 Asse schlug, die grosse, überraschende Wende gelang. Nach gut zwei Stunden verwertete der Amerikaner seinen zweiten Matchball mit einem Servicewinner zum ersten Sieg im fünften Duell mit Djokovic.

Erstmals seit März 2010 und dem Turnier auf Key Biscayne verlor Djokovic somit wieder seine erste Partie an einem Turnier. 2012 hatte der Serbe, der 2009 in Paris-Bercy triumphiert hatte, an allen 15 Turnieren, an denen er angetreten ist, zumindest die Viertelfinals erreicht. Seine letzte Niederlage gegen einen Spieler ausserhalb der Top 20 hatte der fünffache Major-Sieger vor mehr als einem Jahr in Basel kassiert, als er im Halbfinal an Kei Nishikori (Jap) gescheitert war.

Trotz der Niederlage wird der Serbe am nächsten Montag in der Weltrangliste Roger Federer wieder als Nummer 1 ablösen und das Jahr zum zweiten Mal in Folge an der Spitze des Rankings beenden.

Ohne Probleme in die Achtelfinals eingezogen sind Andy Murray (Gb), David Ferrer (Sp) und Juan Martin Del Potro (Arg). Murray besiegte Paul-Henri Mathieu 7:5, 6:4. Ferrer gab gegen seinen Landsmann Marcel Granollers nur vier Games ab und trifft nun heute Donnerstag auf Stanislas Wawrinka. Der Basel-Sieger Del Potro unterstrich auch gegen den Kolumbianer Alejandro Falla seine gute Form und siegte 6:2, 6:2.