Marco Cecchinato gelang am French Open die Sensation. Nach einem Sieg gegen Novak Djokovic steht der Italiener, die Nummer 72 der Welt, in Paris im Halbfinal. Der 25-Jährige, der vor dem diesjährigen Turnier noch nie ein Spiel an einem Grand-Slam-Event gewonnen hatte, setzte sich 6:3, 7:6 (7:4), 1:6, 7:6 (13:11) durch.

Seit 1999 und dem Ukrainer Andrej Medwedew, der als Nummer 100 im Final Andre Agassi unterlag, hat kein schlechter klassierter Spieler mehr die Halbfinals von Roland Garros erreicht. Für Djokovic ist die Niederlage ein herber Dämpfer, nachdem die ehemalige Nummer 1 der Welt zuletzt deutlich aufsteigende Tendenz gezeigt hatte.

Dominic Thiem deklassiert verletzten Alexander Zverev

6:4, 6:2, 6:1. Dominic Thiem (24, ATP 8) besiegt den an Nummer drei gesetzten Deutschen Alexander Zverev (21, ATP 3) diskussionslos und steht bei den French Open zum dritten Mal in Folge in den Halbfinals. 

Der Deutsche Zverev, der in diesem Jahr die Sandturniere in München und Madrid gewonnen und in Rom den Final erreicht hatte, zollte dem Kräfteverschleiss von drei Fünfsätzern in den letzten drei Runden Tribut und musste sich Mitte des zweiten Satzes am linken Oberschenkel behandeln lassen.

So hatte er gegen den stark aufspielenden Österreicher spätestens nach dem verlorenen Startsatz keine Chance mehr.

In den letzten beiden Jahren scheiterte Thiem jeweils im Halbfinal klar am späteren Sieger (2016 Novak Djokovic, 2017 Rafael Nadal). 

Neuauflage des US-Open-Finals bei den Frauen

Auch nach dem Forfait von Superstar Serena Williams steht das Frauenturnier in Paris im Zeichen der Amerikanerinnen. Im Halbfinal kommt es zur Neuauflage des US-Open-Finals zwischen Sloane Stephens und Madison Keys. Beide erreichten in diesem Jahr erstmals die Viertelfinals des French-Open - und wurden am Dienstag beide ihrer Favoritenrolle gerecht.

US-Open-Champion Stephens (WTA 10) brauchte nur gerade 70 Minuten, um die Russin Daria Kassatkina, die noch am Montag die Weltnummer 2 und Australian-Open-Siegerin Caroline Wozniacki geschlagen hatte, mit 6:3, 6:1 zu deklassieren.

Härter zu kämpfen hatte Keys (WTA 13) gegen die ungesetzte Kasachin Julia Putinzewa. Nach zwei hart umkämpften Sätzen setzte sich der Schützling der ehemaligen Weltnummer 1 Lindsay Davenport aber 7:6 (7:5), 6:4 durch.

Damit stehen erstmals seit 2002, als Serena Williams ihre Schwester Venus im Final bezwang, zwei Amerikanerinnen im Halbfinal von Roland Garros. Die 25-jährige Stephens ist auch diesmal leicht zu favorisieren, sie hat beide bisherigen Duelle mit der zwei Jahre jüngeren Keys klar in zwei Sätzen gewonnen.