Nach Australian-Open-Sieg

«Not to bäde»: Hier ahmt Djokovic gut gelaunt einen italienischen Journalisten nach

Hier witzelt Djokovic über einen Journalisten

Novak Djokovic sorgt für Gelächter.

Der Serbe Novak Djokovic (31) hat seinen siebten Titel bei den Australian Open gewonnen und ist damit alleiniger Rekordsieger beim Turnier in Melbourne. An de Medienkonferenz zeigte er sich entsprechend gut gelaunt und nahm einen Journalisten wegen seines Akzents aufs Korn.

An der Medienkonferenz nach seinem Sieg am Australian Open machte sich Novak Djokovic über einen Journalisten lustig. Nach dem dieser mit starkem italienischem Akzent eine Frage formulierte, imitierte ihn der Serbe. «Not to bäde», sagte er, nachdem der Journalist seine Erfolge aufgezählt hatte. 

Nicht nur Djokovic selbst musste herzhaft lachen, er löste im ganzen Saal Gelächter aus. Der Journalist nahm es hörbar gelassen. 

Djokovic schlägt Nadal klar und ist jetzt alleiniger Rekordsieger – die Bilder vom Australian Open Final: 

Nach seinem Rekordsieg in Melbourne nimmt Novak Djokovic neue Ziele ins Visier. In seiner derzeitigen Verfassung ist dem Serben alles zuzutrauen. Doch der Widerstand wird wieder wachsen.

Den letzten Termin seiner denkwürdigen Dienstreise nach Melbourne erfüllte Novak Djokovic gewohnt pflichtbewusst. In den königlichen botanischen Gärten am Ufer des Yarra River, einem wunderbaren Ort, um zu heiraten, küsste der serbische Seriensieger versonnen seinen Pokal. Es war, als würde die Tenniswelt für diesen einen Moment stehenbleiben, dabei war sein Rekordsieg längst wieder Vergangenheit – das wusste Djokovic selbst am besten.

Schon die Stunden nach seinem siebten Triumph bei den Australian Open drehten sich kaum um seine aussergewöhnliche Vorstellung gegen den hoffnungslos unterlegenen Rafael Nadal (32). Stattdessen musste Djokovic die hypothetische Frage beantworten, was in dieser Verfassung in Zukunft alles noch möglich sei. Roger Federers Rekord von 20 Majortiteln? Oder sogar der Traum der Tennis-Historiker: Der Erfolg bei allen Grand-Slam-Turnieren in einem Jahr?

«Ich bin mir bewusst, dass es etwas wirklich Spezielles ist, in dem Sport, den ich liebe, Geschichte zu schreiben. Natürlich ist das eine Motivation», sagte Djokovic diplomatisch. Mit 31 Jahren und nach 15 Grand-Slam-Triumphen – zuletzt sogar drei in Folge – weiss er genau, was seine Zuhörer erwarten. Vor allem in Australien, wo er so erfolgreich wie an keinem anderen Ort der Welt spielt.

Für den Grand Slam «muss ich wohl Rod Laver in mein Team holen», scherzte Djokovic, «er ist der einzige, der diese unmögliche Herausforderung im Tennis geschafft hat.» Laver, mittlerweile 80 Jahre alt und die australische Tennis-Legende schlechthin, hatte 1969 alle vier Majors in einem Jahr gewonnen. Djokovic hat immerhin bei den French Open in Paris die Chance, alle Grand-Slam-Pokale gleichzeitig in seiner Sammlung zu vereinen.

Dieses Kunststück ist nicht einmal seinen Dauerrivalen Federer und Nadal gelungen. Djokovic kann es nach 2015/16 sogar wiederholen. Die Dominanz, mit der er seit Monaten auftritt, nachdem er sich von einer Ellbogenverletzung und einer Karriere gefährdenden Sinnkrise erholt hat, regt zum Träumen an. Doch Djokovic warnt: Federers Rekord sei noch ein ganzes Stück weit weg.

Die Tennis-Geschichte, besonders die jüngste, oft als goldene Ära bezeichnet, hat ihn Demut gelehrt. Auch wenn er gegen den bis dato für die Gegner angsteinflössenden Nadal beim 6:3, 6:2, 6:3 das «perfekte Match» ablieferte, würde er nie behaupten, das Rätsel entschlüsselt zu haben. «Das könnte sich rächen. Ich mag die Lösung für dieses Spiel gefunden zu haben, aber nicht für das ganze Leben», sagte Djokovic.

Schon in Roland Garros betritt er Nadals Sandplatzreich – und schon bei der Siegerehrung in Melbourne kündigte der Spanier an, es nicht wehrlos dem Weltranglistenersten zu überlassen. «Ich werde hart kämpfen, um verbessert zurückzukommen», sagte Nadal.

Nicht weniger ist bis Wimbledon von Roger Federer (37) zu erwarten. Djokovic weiss das besser als jeder andere. Die Tenniswelt dreht sich weiter – auch für den Seriensieger. Stillstand darf er sich nach seinem innigen Moment im botanischen Garten von Melbourne nicht erlauben. (SDA/SID/CHM)

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