US Open

Noch hat Bencic über einen US-Open-Start nicht entschieden

Ob Belinda Bencic am US Open aufschlagen wird, steht noch nicht endgültig fest.

Ob Belinda Bencic am US Open aufschlagen wird, steht noch nicht endgültig fest.

Belinda Bencic steht einer Teilnahme am US Open in New York zwiespältig gegenüber. Die Weltnummer 8 aus Wollerau will abwarten, wie sich die ganze Situation entwickelt, ehe sie einen Entscheid trifft.

Nach fünf Monaten Pause will die WTA am 3. August in Palermo ihren Spielbetrieb wieder aufnehmen. Das US Open in Flushing Meadows soll wie geplant am 31. August beginnen - unter strengen Hygiene- und Sicherheitsauflagen und ohne Zuschauer. Während in New York, dem Epizentrum zu Beginn der Corona-Pandemie in den USA, die Fälle der Neuansteckungen seit Wochen am sinken sind, verzeichnen andere US-Bundesstaaten wie Florida oder Texas so viele neue Fälle wie noch nie. Die Tennis-Szene geriet zudem zuletzt ins Zwielicht, da sich an der von Novak Djokovic initiierten Adria-Tour mehrere Spieler mit dem Virus infiziert hatten.

"Ich bin immer noch am Überlegen, was meine Meinung zum US Open ist", sagte Bencic gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. "Für die weniger gut klassierten Spieler, die nun lange nichts verdient haben, ist es sehr gut, nun wieder antreten zu können", so Bencic, die 2019 in New York erstmals einen Grand-Slam-Halbfinal erreichte. Sie verstehe aber auch die Topcracks. Es sei schon schwierig, unter solchen Bedingungen ein Grand-Slam-Turnier zu spielen. "Man kann nicht 18 Stunden im Hotel herumliegen und dann auf dem Platz eine Topleistung abrufen. Es ist wichtig, den Kopf lüften zu können."

Die 23-jährige Ostschweizerin hat die letzten Monate mit ihrem Freund in der Slowakei verbracht, mittlerweile hat sie bereits wieder sieben Partien absolviert. Letzte Woche gewann sie das Exhibition-Turnier in Bratislava dank einem Finalsieg gegen Viktoria Kuzmova, davor bestritt Bencic Ligaspiele. Nächste Woche steht in der slowakischen Hauptstadt ein weiteres Turnier im Programm, ehe sie in die Schweiz reist, wo sie unter anderem im Interclub engagiert sein wird.

Die Krise hatte auch ihr Gutes

Obwohl die Tennis-Welt drei Monate praktisch stillstand, sah Bencic in der Corona-Krise auch Gutes, beispielsweise für die Umwelt. "In gewissen Städten sah man wieder einen blauen Himmel." Sie genoss es, mal nicht dem Turnierstress ausgesetzt zu sein, dem Körper Ruhe zu geben und Zeit für andere Sachen zu haben - beispielsweise verfeinerte sie ihre Kochkünste. Sie lernte, geduldig zu sein und sich anzupassen.

"Ich versuchte, trotz der vielen schlechten Nachrichten positiv zu bleiben", sagt Bencic. Es sei aber schon ein komisches Gefühl gewesen, kein richtiges Ziel zu haben. "Ich wollte trainieren, wusste aber nicht für was." Insofern ging sie das Ganze langsam an. Sie arbeitete generell an der Kraft und Ausdauer, am Service und an der Beweglichkeit, die besser werden müsse.

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