Nach dem 6:4, 7:5-Erfolg stand Nadal als erster Finalist fest. Er trifft auf Juan Martin del Potro, der Novak Djokovic mit 4:6, 6:4, 6:4 eliminierte. Der Argentinier hatte sich etwas überraschend für die Vorschlussrunde qualifiziert, mit einem verdienten 6:7, 6:3, 6:1 gegen Andy Murray (Gb/3). Damit ist auch klar, dass Roger Federer die Nummer 2 der Welt bleibt.

Nadal hat nun seit der Final-Niederlage in Vina del Mar alle 13 Partien gewonnen und überzeugt in seinem ersten Hartplatz-Turnier nach fast einem Jahr mehr und mehr. Nahe an einer Niederlage war er nur gegen Ernests Gulbis, dem Letten fehlten nur zwei Punkte zum Sieg. Der Spanier hat definitiv Berdychs Nummer, wie man im Jargon sagt.

Es war sein zwölfter aufeinanderfolgender Sieg gegen den Powerspieler, in dieser Zeit lautet die Satzbilanz aus Berdychs Sicht vernichtend 2:28. Dass der Tscheche einen «Nadal-Komplex» hat, bemerkte man in der Schlussphase: Er servierte bei 5:3 zum Satzausgleich, gab Nadal das Break mit einem am Rahmen getroffenen Smash (allerdings gegen die Sonne) zurück und konnte anschliessend einen Ball zum 6:6 nicht nutzen.

Del Potro beendete die Siegesserie der Weltnummer 1, die seit 21 Partien ungeschlagen war. Es war der zweite grosse Sieg Del Potros gegen Djokovic, nachdem er ihn bei den Olympischen Spielen in London im Bronzespiel bezwungen hatte. Del Potro ist der erste argentinische Finalist in der Wüste seit dem legendären Guillermo Vilas vor 36 Jahren.

Bei den Frauen kommt zum Endspiel zwischen Maria Scharapowa, die ihre einstige enge Freundin Maria Kirilenko 6:4, 6:3 bezwang, und Caroline Wozniacki. Die Dänin lag im Duell zweier Spielerinnen mit polnischen Wurzeln gegen Angélique Kerber bereits mit Satz und Break zurück und suchte danach ihr Heil vermehrt in «Mondbällen», wie man sie in dieser Häufigkeit lange nicht gesehen hat. Dies brachte Wozniacki Erfolg.