Das Ergebnis widerspiegelt das Geschehen auf dem Platz exakt. Wawrinka hielt mit dem Schotten, den er im letzten Aufeinandertreffen im US Open bezwungen hatte, in den ersten beiden Sätzen abermals sehr gut mit. Neben dem Entscheidungssatz, in dem seine Aufholjagd nach 0:5-Rückstand zu spät kam, war einzig die Startphase nicht in Wawrinkas Sinn verlaufen. In den ersten Minuten hatte die Nummer 2 der Schweiz den Tritt überhaupt nicht gefunden und war nach zwei verlorenen Service-Games vorentscheidend 0:3 zurückgelegen.

Trotz des Ausscheidens kann Wawrinka nach einer länger anhaltenden Baisse mit Niederlagen gegen weniger hoch kotierte Gegner wieder etwas optimistischer in die Zukunft schauen. Mit Murray ist er auf einen Spieler getroffen, der sich seit mehreren Wochen in Höchstform präsentiert. 21 seiner letzten 22 Partien hat der 24-Jährige nunmehr gewonnen. Die einzige Niederlage in dieser Phase mit Turniersiegen in Cincinnati, Bangkok und Tokio bezog Murray im Halbfinal des US Open gegen Rafael Nadal.

Bald vor Federer

Mit dem sechsten Sieg im zehnten Duell mit Wawrinka hat sich Murray die Möglichkeit offen gehalten, schon in der am nächsten Montag erscheinenden neuen Weltrangliste Roger Federer als Nummer 3 hinter Novak Djokovic und Rafael Nadal abzulösen.

Dazu müsste der Schotte das Turnier indessen abermals gewinnen, um seinen Besitzstand an Punkten (7825) zu wahren. Ein Turniersieg auf Masters-1000-Stufe bringt 1000 Zähler ein. Federer hat derzeit 8380 Punkte auf dem Konto. Dem heuer nicht teilnehmenden Baselbieter fallen allerdings die 600 Punkte für die letztjährige Final-Qualifikation aus der Wertung, was ein neues Total von 7780 ergibt.