Tennis

Nach Morddrohung: King Roger wird in Schanghai scharf bewacht

Die Morddrohung im Internet eines chinesischen Users sorgte in der Tennisszene für grosse Aufruhr. Kein Wunder, dass fast ein Dutzend chinesische Bodyguards rund um die Uhr für die Sicherheit von Roger Federer verantwortlich sind.

Hier stehen Bodyguards, da steht Sicherheitspersonal: Wo Roger Federer derzeit am ATP-Tennisturnier in Schanghai auftritt, da sind auch fast ein Dutzend Bodyguards nicht unweit des Schweizers entfernt. Sie beschützen die Weltnummer eins auf Schritt und Tritt. Man weiss ja schliesslich nie, wie ernst die Morddrohung im Vorfeld des Turniers im Internet eines chinesischen Users gemeint war.

Die Organisatoren haben die Sicherheitsvorkehrungen auf alle Fälle stark erhöht. Das zeigte sich auch beim Training am Dienstag: Federer spielte mit dem Italiener Fabio Fognini ein paar Bälle. Wie bei einem Staatsbesuch wird die Nummer eins der Welt scharf bewacht von fast einem Dutzend Sicherheitsleute.

Federer nahm die Morddrohung im Vorfeld des Turniers nicht etwa auf die leichte Schulter, er fühle sich deswegen aber nicht unsicher: «Es war eigentlich eine kleine Sache auf einer Website, nichts Konkretes. Dass es diese hohen Wellen schlägt, hat mich etwas überrascht», sagte der 31-Jährige vor Turnierstart am Wochenende, gab dann aber umgehend zu: «Aber natürlich war die Vorbereitung diesmal anders, und es hat mich zweifellos auch abgelenkt.»

300. Woche als Nummer eins?

Sollte sich Federer in Schanghai für den Viertelfinal qualifizieren, würde er am Montag, 15. Oktober, eine weitere Marke setzen: Er würde dann seine 300. Woche als Nummer 1 der Welt in Angriff nehmen. «Ich hoffe, das Jahr als Nummer 1 zu beenden. Doch ich fokussiere mich nicht ausschliesslich auf die Weltrangliste. Ansonsten hätte ich in Tokio oder Peking gespielt», sagte der Schweizer in Schanghai.

Roger Federer trifft am Mittwoch um 14 Uhr (Schweizer Zeit) auf Lu Yen-Hsun aus Taiwan (ATP 62).(az)

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