Nur in den ersten drei Games der Partie konnte Gasquet vom Coup träumen. Danach vermochte er das horrende Tempo von Del Potro nicht mehr mitgehen. Selbst bei den Duellen mit der Rückhand, seinem Paradeschlag, zog der Franzose jeweils den Kürzeren. Vom 2:1 bis zum 2:6 im ersten Satz holte er nur sieben Games. Del Potro beendete den ersten Umgang mit einem Ass.

Auch in der Folge blieb Del Potro tonangebend. Bei eigenem Aufschlag agierte er deutlich sicherer. Während Gasquet nur etwa die Hälfte seiner ersten Aufschläge ins Feld brachte, waren es beim Weltranglistenachten zwei Drittel. Dem Match beendete er dann nach 67 Minuten mit vier Assen in Folge!

Zum fünften Mal in dieser Saison steht Del Potro in einem Final, dreimal ging er daraus als Sieger hervor, zuletzt vor einer Woche in Wien. Der Argentinier, der 2009 das US Open gewann, zeigt ein starke Saison. In der Halle verlor er von 17 Matches nur eines: im Endspiel von Rotterdam gegen Federer.

Überhaupt ist der Schweizer in dieser Saison der Angstgegner des 24-Jährigen. Del Potro verlor seit Januar alle sechs Duelle gegen Federer. Die beiden letzten, beim French Open und bei den Olympischen Spielen, waren jedoch jeweils knappe Angelegenheiten.