Tennis
«Ich glaube, ich habe gut gespielt»: Federer besiegt Juschni im Eilzugtempo

Roger Federers Rückenprobleme sind in Wimbledon kein Thema mehr. Federer gewann den Viertelfinal gegen Michail Juschni im Schnellzugstempo mit 6:1, 6:2, 6:2 und trifft nun in Wimbledon zum ersten Mal auf Novak Djokovic.

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Federer dominierte den Russen Michail Juschni klar und zieht in den Halbfinal ein
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Standing Ovations in Wimbledon: Federer zeigte beim Sieg über den Russen Michail Juschni sein bestes Tennis seit Wochen
Federer spürt tags darauf keine Schmerzen mehr im Rücken: Hier geht er nach dem Training im Aorangi Park mit seinem Team vom Platz
Roger Federer musste sich im Spiel gegen Xavier Malisse behandeln lassen
Ein nachdenklicher Roger Federer im Spiel gegen Malisse: Was ist bloss mit seinem Rücken los?
Trotz seinen Beschwerden setzte er sich schliesslich in vier Sätzen durch
Im Spiel gegen Fognini begrüsste Roger Federer hochrangige Gäste
Prinz Charles und Camilla wollten Roger Federers Künste sehen
Roger Federer hatte in der Runde gegen Julien Benneteau arg zu kämpfen: Er musste einen 0:2-Satzrückstand wett machen
Roger Federers Auftritte an Wimbledon 2012

Federer dominierte den Russen Michail Juschni klar und zieht in den Halbfinal ein

Keystone

In nur 92 Minuten bodigt Roger Federer den Russen Michail Juschni in drei Sätzen. Der Russe hatte keine Chance, Federer spielte sein Bestes Tennis seit Wochen – und das nur zwei Tagen nach dem schwierigen Match gegen den Belgier Xavier Malisse, als der Schweizer sich behandeln lassen musste, weil der Rücken zwickte.

Die Wimbledon-Fans bejubelten Federer nach einem gefühlvollen Matchball mit Standing Ovations – auch in der Royal-Box standen sie auf. Dort sassen unter anderem Prinz William mit seiner Kate.

Juschni fragte Royal Box um Rat

Bezeichnend für den Verlauf der Partie war die Szene nach gut einer Stunde, als Michail Juschni beim Stand von 1:6, 2:6, 0:2 die Royal Box um Rat fragte. In der königlichen Loge sassen nebst den Royals auch acht Wimbledonsieger, nebst anderen Rod Laver, Andre Agassi und Steffi Graf.

Was Juschni aus der Royal Box zu hören bekam, schien ihm für einen kurzen Moment zu helfen. Das nächste Aufschlagspiel gewann Juschni zu Null, und im folgenden Game erspielte er sich seine einzigen zwei Breakmöglichkeiten. Federer wehrte diese aber ab, zog weiter davon und beendete mit dem vierten Matchball, den ersten bei eigenem Aufschlag, die Partie.

Der souveräne Auftritt gegen Juschni dürfte Roger Federer bitternötiges Selbstvertrauen verleihen für den Halbfinal vom Freitag, in dem er auf Novak Djokovic treffen wird, der auf Court Nr. 1 gegen den Deutschen Florian Mayer mit 6:4, 6:1, 6:4 gewann.

Djokovic, der Wimbledonsieger von 2011, hat gegen Federer sechs der letzten sieben Spiele gewonnen, an Grand-Slam-Turnieren vier der letzten fünf. Jedoch haben Federer und Djokovic erstaunlicherweise noch nie in Wimbledon gegeneinander gespielt.

Federer: «Ich glaube, ich habe gut gespielt»

Federer machte mit Juschni genau so kurzen Prozess wie in den ersten beiden Runden mit Albert Ramos (6:1, 6:1, 6:1) und Fabio Fognini (6:1, 6:3, 6:2). Trotzdem strahlte er noch mehr Sicherheit aus als in den Spielen zuvor.

Nach dem Spiel war Federer voll des Lobes Juschnis: «Er hat ein grossartiges Turnier gespielt. Es war kein einfaches Spiel für Michail, er geriet in jedem Satz jeweils früh in Rückstand», sagte er.

«Ich glaube, ich habe ein gutes Match gespielt», so Federer bescheiden zu seiner Leistung. «Ich bin zufrieden und freue mich, wieder im Halbfinal in Wimbledon zu stehen.» (sha/si)

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