Roger Federer direkt zum Flugzeug aufs Rollfeld fahren, Rafael Nadal auf einen Tagestrip nach Bern begleiten oder Richard Gasquet nach dem Ausscheiden direkt zum nächsten Turnier nach Paris fahren. Die offiziellen Fahrer bei den Swiss Indoors kommen den Tennisstars ziemlich nah und erleben Geschichten, von denen sie ihren Enkeln noch erzählen werden.

Seit 2005 gehört auch Philip Sollberger zum Team. Gerne erzählt der 43-jährige Hotelfachmann seine persönlichen Anekdoten. Wie es mit der zehnköpfigen Entourage von Novak Djokovic ein wenig eng im Auto wurde, wie er Frau Nadal vor dem Globus in der Basler Innenstadt aufgabelte oder wie er die vergessenen Tennisschuhe von Andy Roddick in Rekordzeit vom Hotel in die Halle brachte.

Jedes Jahr nimmt Sollberger wie viele andere seiner Fahrer-Kollegen während der Swiss Indoors Ferien, um Tennisspieler und Offizielle durch die Gegend zu kutschieren. Mittlerweile ist er zum stellvertretenden Leiter des 35-köpfigen Driver-Teams aufgestiegen und sorgt vom Büro aus dafür, dass Stars und Offizielle rechtzeitig von A nach B chauffiert werden. An Komfort
soll es natürlich auch nicht fehlen. Der Fuhrpark der Swiss-Indoors-Fahrer besteht in diesem Jahr aus 16 Limousinen und 6 Kleinbussen.

Das Driver-Büro liegt am Hintereingang der St. Jakobshalle und funktioniert ähnlich wie eine Taxizentrale. Am Qualifikations-Sonntag gestern haben Sollberger und Co bereits alle Hände voll zu tun. Weil die Fahrer oftmals die ersten Personen sind, mit denen die Tennisstars in Basel in Kontakt kommen, wird auf ein gepflegtes Äusseres und diskrete Umgangsformen geachtet. Und natürlich werden auch die Fahrzeuge bei Bedarf gereinigt. Diesen Job übernimmt eine Reinigungsfirma. Das machen die Fahrer nicht selbst.