Jolissaint übte das Amt während vier Jahren aus, entschied sich nun aber aus familiären Gründen für einen Rücktritt. Der zeitliche Aufwand, um die Fedcup-Kandidatinnen und deren Entwicklung zu beobachten, sei zu gross. Deshalb stellte die frühere Spitzenspielerin ihr Amt zur Verfügung.

Swiss Tennis fand mit Heinz Günthardt einen kompetenten Nachfolger, der bereits seit Ende 2010 als Berater beim Verband unter Vertrag steht. Der auch als TV-Experte bekannte fünffache ATP-Turniersieger arbeitete nach seiner Aktivkarriere sehr erfolgreich als Trainer. Steffi Graf führte er zu 12 Grand-Slam-Titeln; in den letzten Jahren betreute er jeweils für kurze Zeit unter anderen Ana Ivanovic und Andrea Petkovic.

Swiss-Tennis-Präsident René Stammbach konnte mit Günthardt seinen Wunschkandidaten verpflichten: "Als hochkarätigen Kenner der WTA-Tour und unserer Spielerinnen bringt er die idealen Voraussetzungen für die wichtige Position mit." Im Heimspiel gegen Weissrussland am 21. und 22. April wird Günthardt erstmals das Schweizer Team betreuen. Dieses versucht dann, den Abstieg aus der Weltgruppe II zu verhindern.