Erst im Final endete vor einem Jahr der Siegeszug von David Goffin. Roger Federer stoppte den Belgier. Der hofft nun auf Revanche, wenn es heute um 20 Uhr im Viertelfinal erneut zum Duell mit dem Schweizer kommt.

Vor einem Jahr war Goffin in Basel der Aufsteiger der vergangenen Monate, stürmte von Platz 106 im Sommer auf Rang 22 nach den Swiss Indoors.

Er war einen Schritt zurückgegangen, hatte sich auf der Challenger-Tour neues Selbstvertrauen geholt. Das zahlte sich aus. Inzwischen hat sich der 24-Jährige auf der ATP-Tour etabliert, gehört als Nummer 17 der Welt zu den Top 20.

Ein solides Jahr lieferte er bisher ab, zwei Endspiele erreichte er, in Gstaad und im holländischen s’-Hertogenbosch.

An Nummer acht gesetzt, warf er in Basel den Italiener Andreas Seppi und den Franzosen Adrian Mannarino aus dem Turnier. Dabei schickten die Organisatoren den Finalisten des Vorjahres zweimal auf den kleinen Nebenplatz. Erst heute kommt er zu einem Auftritt auf dem Centre-Court.

Für Goffin ist das aber im Moment nicht entscheidend, auf welchem Platz er spielt. Er bekommt seine grosse Bühne in vier Wochen in Gent. 13 000 Fans finden dann in der Halle 1 des Flanders Expo Platz, wenn Belgien im Final des Davis-Cups auf Grossbritannien trifft.

Noch vor einem Jahr wünschte Goffin der Schweiz den Finalsieg gegen Frankreich mit der Hoffnung, dass sein Idol Federer dann auf die Erstrundenpartie des Jahres 2015, in Belgien, verzichtet.

Nicht nur dass Goffins Wunsch in Erfüllung ging, es kam sogar noch besser. Auch Stan Wawrinka verzichtete auf die Reise. So warfen die Belgier den Titelverteidiger aus dem Rennen.

Dabei musste der angeschlagene Goffin im letzten Match noch ran, um seinem Team gegen Adrien Bossel den Sieg zu sichern.

Die Belgier nutzten dann die Gunst der Auslosung zu weiteren Siegen gegen Kanada und Argentinien. Vier Einzel bestritt Goffin, verlor nicht einen Satz. Nun will er sein Team zum ersten Triumph im Davis-Cup führen. 1904 unterlagen die Belgier in ihrem einzigen Final den Briten.