Novak Djokovic und Miami - das passt. Am Ostersonntag gewann der Serbe das Masters-1000-Turnier auf der Insel Key Biscayne vor Florida zum fünften Mal nach 2007, 2011, 2012 und 2014. Im Final lieferten sich der Weltranglistenerste und der Schotte Andy Murray wie meist einen Abnützungskampf von der Grundlinie - wie fast immer mit dem besseren Ende für den 27-jährigen Djokovic. Dabei ging der eine Woche ältere Brite im ersten Satz zweimal - zum 2:1 und zum 4:3 - mit einem Break in Führung, um den Vorteil jeweils postwendend wieder herzugeben. Im fälligen Tiebreak zog Djokovic gleich 4:0 davon und holte sich nach bereits 67 Minuten den ersten Satz in der Kurzentscheidung mit 7:3.

Besser machte es Murray im zweiten Durchgang. Nachdem beide Spieler früh im Satz Chancen nicht genützt hatten, spielte der Schotte mit Zweitwohnsitz in Miami beim Stand von 5:4 ein perfektes Game. Er nahm Djokovic den Aufschlag gleich zu null ab und nützte seinen ersten Satzball mit einem ultraschnellen Rückhand-Return auf die Linie. Die Weltnummer 1 nervte sich lautstark und wurde prompt vom Schiedsrichter verwarnt.

Auch diesmal schaffte es Murray allerdings nicht, nach einem eigenen Break seinen Service zu halten. Im Gegenteil: Er geriet im Entscheidungssatz sofort in Rücklage und wurde schliesslich wie in Melbourne, als er den vierten Satz ebenfalls 0:6 verlor, mit der Höchststrafe bedient. Nach 2:47 Stunden holte sich Djokovic mit einem Volley beim ersten Matchball seinen dritten Turniersieg in diesem Jahr. In Miami hat einzig Andre Agassi (6 Titel) häufiger gewonnen als der Serbe.

Djokovic gegen Murray war in Miami der logische Final. Seit 2011 haben die beiden sämtliche Titel in der Metropole Südfloridas unter sich aufgeteilt. Auch beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres in Melbourne hatte das Duell im Endspiel gleich geheissen. Allerdings wartet Murray nun seit dem Wimbledonfinal im Juli 2013 und mittlerweile sieben Spielen auf einen Sieg gegen Djokovic. Immerhin macht der Schotte in der Weltrangliste am Ostermontag wieder einen Platz gut und wird neu hinter Roger Federer, der den Event in Miami ausliess, die Nummer 3 sein.

An der Spitze thront derweil unangefochten Novak Djokovic. Er tritt seine 141. Woche als Nummer 1 an und zieht so mit Rafael Nadal gleich. Ein Ende ist derzeit nicht absehbar. Der Serbe hat in diesem Jahr mit dem Australian Open sowie den beiden Masters-1000-Turnieren in Indian Wells und Miami die drei wichtigsten Rendez-vous allesamt gewonnen - in den Finals jeweils gegen seine härtesten Konkurrenten Federer und Murray.