Wimbledon

Federers Kampfansage: «Das war die beste Vorbereitung auf Wimbledon, die ich je hatte»

Roger Federer spricht Klartext. Er möchte unbedingt zum achten Mal in Wimbledon gewinnen: «Das grosse Ziel ist der Wimbledon-Sieg, und das sage ich auch so.» In diesem Jahr fühle er sich wirklich wieder bereit, den Final zu gewinnen.

Nach dem verkorksten 2013 sei er im vergangenen Jahr ohne allzu grosse Erwartungen angereist. Dass er es trotzdem bis in den Final geschafft habe, sei umso erstaunlicher und ein bisschen schade, dass es nicht ganz gereicht habe.

Doch nun fühle er sich bereit, und es sei auch richtig, sich selbst unter Druck zu setzen. «Das Ziel kann es nicht sein, jede Woche gut zu spielen, ich denke, wir Tennisprofis müssen auf Höhepunkte hinarbeiten», sagte er. Nicht dass es wie bei einem geöffneten Wasserhahn einfach so vor sich hinplätschere.

Die Vorfreude auf Wimbledon steigt!

Die Vorfreude auf Wimbledon steigt!

Das Selbstvertrauen ist entscheidend

«Ich vergleiche das ein bisschen mit den Jahren 2003 und 2004», blickt er zurück. Da habe er auch einige kleinere Turniere gewonnen und nachher in Wimbledon triumphiert. Dabei sei es nicht ganz richtig, von kleinen Turnieren zu reden.

Auch dort seien Top-10-Spieler am Start. «Und nun weiss ich eben wieder, wie die zu schlagen sind, weiss, wie es geht, ein Turnier zu gewinnen», betonte er. Und er habe beim letzten Turnier immer gut gespielt, wenn es wichtig gewesen sei.

Das sei eine Sache des Selbstvertrauens. «Und das ist enorm wichtig», sagte er. Da bewege sich ein Spieler in seiner eigenen Welt, es gelinge praktisch alles, wie Stan Wawrinka in Paris oder Novak Djokovic in Australien.

Er selbst habe ja glücklicherweise zwischen 2004 und 2008 eine lange Phase mit diesem Vertrauen genossen. «Ich habe da viele Matches gewonnen, die sehr knapp waren», erklärte er.

Inzwischen könne er auch damit umgehen, dass Niederlagen häufiger seien. «Aber aus ihnen lerne ich und ziehe viel Motivation raus», erklärte er.

Federer im Training mit Lleyton Hewitt

Gute Vorbereitung auf Rasen

Dass die Rasensaison nun eine Woche länger sei, verändere viel, auch wenn die Zeit kurz scheine, für Tennisprofis sei sie lang. «Das war die beste Vorbereitung auf Wimbledon, die ich je hatte. Er habe schon vor dem Turnier in Halle gut auf Rasen trainiert, sich daran gewöhnt.

Dann habe er ein ganzes Turnier gespielt und nun von Mittwoch bis Freitag nochmals drei Tage trainiert. Dazu habe er Zeit für Erholungspausen gehabt. «Es brauchte hier keine grosse Umstellung, die Bälle sind die gleichen wie in Halle, der Rasen ist etwas anders, aber das macht keine Probleme», sagte er.

Er habe keine Angst vor etwas Ungewohntem: «Wichtig ist nun, dass ich unverletzt und frisch in das Turnier gehe, und das scheint der Fall zu sein.»

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